31.10.2016, 09:43 Uhr

"Zeichnen ist meditieren"

Zeichnen ist für Jörg Walz ein Suchen, eine Art Meditation. Dabei kann er sich voll konzentrieren und den Kopf ausschalten.

Zwei Themen stehen im Fokus des künstlerischen Schaffens von Walz: Der Mensch und die Landschaft.

HASLACH, ST. MARTIN (hed). Jörg Walz versteht Zeichnen als Handwerk. Dies kommt auch in seinen Aktzeichnungen zum Ausdruck. „Mir ist die Kommunikation mit dem Modell sehr wichtig. Der Ausdruck steht im Mittelpunkt, nicht das Detail“, erklärt der St. Martiner. Er versucht die Menschen so darzustellen, wie sie leben. „Zeichnen ist für mich ein Suchen, eine Art Meditation. Da kann ich mich voll konzentrieren und den Kopf ausschalten.“ Akte und Gesichter sind auch ein Teil seiner aktuellen Ausstellung in der Galerie im Gwölb in Haslach. Struktur und Linien sind Walz wichtig. So schlägt sich die Architektur auch in den Werken des studierten Architekten nieder. Für seine Techniken bevorzugt er den Grafitstift und die Feder. Fasziniert ist er auch von Landschaften, die er auf seinen Reisen durchwandert. Seine Zeichnungen entstehen immer vor Ort. "Die unmittelbare Umgebung inspiriert mich. Die Knochen einer Landschaft sind der Fels, die Struktur das Körpergerüst“, so der Künstler.

Skizzenblock immer dabei

Schon als Junge hatte der gebürtige Stuttgarter gerne gezeichnet und hatte bei Reisen nach dem Studium seinen Skizzenblock immer bei sich. Nach beruflichen Aufenthalten in Amerika, Libyen und Deutschland hat sich das Ehepaar Monika und Jörg Walz 1996 ein altes Haus in St. Martin gekauft. "Es war schon lange mein Traum, eine eigene Werkstatt und einen Garten zu haben“, erzählt Walz. Dort wurde er auch wieder zum Malen inspiriert. Das Mühlviertel sei eine sehr typische, raue Landschaft, geprägt vom Granit, mit besonderen Menschen. „Was ist das Typische am Mühlviertel und wie wirkt sich das auf die Menschen aus? Auch das versuche ich in meinen Arbeiten zu erspüren." Landschaften und Häuser sind weitere Themen seiner Ausstellung. „Die Bilder präsentiere ich in alten Bilderrahmen, die ich gesammelt habe“, erklärt Walz. Die Ausstellung ist noch am Freitag, 4. November (16 bis 18 Uhr) und am Samstag, 5. November (10 bis 12 Uhr) geöffnet.
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