19.06.2017, 14:44 Uhr

Mobile Hühnerhäuser und Lebensmittellagerungsmöglichkeiten als Ergebnis eines Design-Projektes

Rendering mobiler Hühnerstall der Erstplatzierten: Sophia Eder, Stefan Ebner, Jakob Bramer und Stefan Schneider (Foto: Foto: Kunstuni Linz)
LINZ, ST. MARTIN. Mit Design thinking unter dem Motto "artgerecht" setzten sich im Sommersemester Studierende der Kunstuniversität Linz auseinander. Dabei wurden mobile Hühnerhäuser und Lebensmittellagerungsmöglichkeiten für eine ressourcenschonende Küche in Zusammenarbeit mit der St. Martiner Firma mühlböck küche.raum entwickelt. Präsentiert werden die Ergebnisse noch bis Samstag, 1 Juli, im Schloss Neuhaus. Der Eintritt ist frei.

Mobiler Hühnerstall

Eigene Erfahrungen und Bedürfnisse bewogen den in St. Martin ansässigen Inneneinrichter und Küchenspezialisten mühlböck küche.raum dazu, die Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Linz zu suchen und einen Wettbewerb für die künstlerische Gestaltung eines mobilen Hühnerhauses auszuschreiben, sowie mit Studenten des Studienbereichs Industrial Design Möglichkeiten traditioneller Lagerungsmethoden in der Küche von heute aufzuzeigen. Der Wettbewerb soll einen Beitrag zur Förderung junger Designer leisten, eine Diskussion im Spannungsfeld zwischen Tradition und Design anregen und die Rückbesinnung auf den Wert und die Regionalität von Lebensmitteln fördern. Den Sieg holte sich das Team um Sophia Eder, Stefan Ebner, Jakob Bramer und Stefan Schneider (Studierende Industrial Design), den zweiten Platz die Gruppe Sebastian Berger, Verena Ernst und Hubert Streicher (AbsolventInnen Industrial Design) sowie den dritten Platz Birgit Loipl, Nikolaus Gmoser und Renèe Chvatal (Studierende Bildende Kunst / Experimentelle Gestaltung). Hühnerställe dieser Art sollen auch in Zukunft bei der mühlböck küche.raum GmbH zu erstehen sein.

Ein Stück Tradition in der Küche von heute

Unser Zugang zu Lebensmitteln hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Viele gehen heute wieder achtsamer mit dem Thema um. Diesen Gedanken griff das Kooperationsprojekt unter der Leitung von Mario Zeppetzauer (Leitung Industrial Design) und Elke Bachlmair (Senior Artist Industrial Design) auf. Ein Auseinandersetzen mit der optimalen Lagerung soll einen Beitrag zur Reduktion von Waste food sein und gleichzeitig traditionelles Wissen nicht in Vergessenheit geraten lassen. In einer Seminararbeit beschäftigten sich die Studierenden konkret mit dem Thema, wie traditionelle Lagerungsmethoden in die Küche von heute transferiert werden können und auf eine zeitgemäße Designebene gebracht werden können. Wie man bei einer Küchenkonstruktion möglichst viel Material einsparen kann, um einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, darüber hat sich Martin Mühlböck Gedanken gemacht und die neue Küche [artgerecht] entwickelt. Mit einer Holzrahmenkonstruktion hat er es geschafft, bis zu zwei Drittel an Material im Vergleich zu herkömmlichen Küchen einzusparen. Verwendet werden dabei Materialien wie Massivholz, Glas und natürlich Keramik, das mühlböck küche.raum schon seit zwölf Jahren in der Küche verwendet.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Ausstellung [artgerecht] im Schloss Neuhaus: 26.6. bis 1.7.2017 von 10 bis 18 Uhr und in weiterer Folge gerne nach persönlicher Vereinbarung.
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