Die Erdlinge sind gut im Beet

Die Salzburger "Erdlinge" Antonia Osberger und Christian Steinbichler ernten ihr selbst angebautes Gemüse.
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SALZBURG (lg). Eingebettet zwischen noblen Villen im Stadtteil Aigen, gedeihen auf einem Acker Zucchini, Kürbisse, Tomaten, Zwiebel, Kohlrabi. Dazwischen suchen sich Sonnenblumen, Stangensellerie und Fisolen ihren Platz auf diesem fruchtbaren Stückchen Erde. Die rund 6.500 Quadratmeter große Fläche wird von den "Erdlingen", einem Verein für kooperative Landwirtschaft, seit April 2015 gehegt und gepflegt. Und das mit viel Wissen und Hingabe. "Wir haben unsere Bewirtschaftungsweise so eingerichtet, dass der Boden seine aktive Lebendigkeit wieder zurückbekommt. Das erreichen wir durch sorgfältiges Kompostieren der anfallenden organischen Reste, durch eine minimale mechanische Bodenbearbeitung und durch das Mulchen der Bodenoberfläche", erklärt Gärtner Michael Limmer.

70 Mitglieder bei den Erdlingen

Die meisten dieser Tätigkeiten werden mit Handwerkzeug durchgeführt, denn große Maschinen setzen dem Boden enorm zu, wie Limmer weiß. "Und je mehr man mechanisch in den Boden eingreift, umso weniger leisten die Bodentiere." Man kann auch sagen: Die Pflanzen sind stets ein Ausdruck des Bodens und wie gut es ihm geht. Am Acker der Erdlinge, die in Oberndorf eine weitere Fläche bewirtschaften, scheint es den Pflanzen blendend zu gehen: "Wir haben einen ziemlich großen Überschuss an Zucchini. Wir sind eben ‚gut im Beet’, wie unser Motto lautet", freut sich nicht nur Antonia Osberger, Geschäftsführerin der "Erdlinge", sondern wohl auch die rund 70 Mitglieder des Vereins über die reiche Ernte. Vom Studenten bis zum selbstständigen Unternehmer, vom 20-Jährigen bis zum Senior ist bei den Erdlingen alles mit dabei – geeint sind sie in ihrer Lust am Garteln und auf frisch geerntetes Gemüse.

"Kraut-funding" am Start

"Wir sind sozusagen keine Konsumenten, sondern Prosumenten. Denn wir produzieren unseren Bedarf an Gemüse selbst mit", ergänzt Osberger. Rund sechs bis acht Stunden arbeiten die Mitglieder im Monat mit, belohnt werden sie mit einem Gemüsekisterl einmal pro Woche. In einem nächsten Schritt planen die Erdlinge die Gemüse-Ganzjahresversorgung und den Ausbau des Workshop-Angebots. Gelingen soll dies durch die "Kraut-funding-Kampagne" (www.startnext.com/erdling), bei der Investoren in die gemeinschaftliche Landwirtschaft der Erdlinge investieren und dafür lustige Angebote ergattern können. "Das reicht vom Bauchtanzkurs auf dem Acker, der Patenschaft für einen Regenwurm bis zu Kräuterwanderungen", führt Erdling Christian Steinbichler aus. Die Kampagne läuft bis 24. August 2017.

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