Kulturstrategie
So sollen die Stadtteile mit Kultur bespielt werden
- Die Kulturstrategie setzt auf viel Teilhabe in den Stadtteilen. Kultur wird dabei als Teil der Stadtentwicklung verstanden.
- Foto: Symbolfoto: Neumayr
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Die Kulturstrategie setzt auf viel Teilhabe in den Stadtteilen. Kultur wird dabei als Teil der Stadtentwicklung verstanden.
SALZBURG. Kunst und Kultur in all ihren Facetten sichtbar und spürbar zu machen und dabei die Menschen aktiv einzubinden, ist der Leitgedanke der Kulturstrategie "UNSA Salzburg". In diesem Jahr steht die Teilhabe in den Stadtteilen sowie die Vernetzung von Kultur mit anderen Gesellschaftsbereichen - von Wirtschaft bis zu Sozialem - im Fokus, wie Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner erklärt.
"Kultur dort zu ermöglichen, wo Menschen leben, arbeiten, lernen und sich begegnen, ist uns besonders wichtig. Jede und jeder trägt ein kulturelles Wesen in sich, man kann sich dem nicht entziehen. Mit unseren Aktivitäten wollen wir die Kultur sichtbar machen, auch für Menschen, die sich selbst vielleicht nicht als kulturaffin bezeichnen. Die Niederschwelligkeit und Partizipation sind daher zwei ganz wesentliche Parameter",
lässt Aigner wissen.
- Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner.
- Foto: Stadt Salzburg/Wildbild
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Kultur als Teil der Standtentwicklung
Die Kultur wird dabei nicht als losgelöster Bereich, sondern als Teil der Stadtentwicklung verstanden. "Das betrifft große Projekte in der Stadt, in Itzling oder Schallmoos etwa ist die künftige Entwicklung des Stadtteils ein wichtiges Thema. Da sind wir mit dabei und versuchen, Elemente der Kultur in diesen Entwicklungsprozess einzubringen, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und Schnittstellen mit anderen Leitbildern der Stadt herzustellen", so Aigner.
Auch die Verbindung von Kultur und Wirtschaft hebt Aigner bewusst in den Fokus. "Auch wenn man es vielleicht nicht sofort vermutet, aber das sind zwei Welten, die sich sehr gut miteinander verbinden und voneinander profitieren. Diese beiden Welten zusammenzubringen, dafür Möglichkeiten zu schaffen, sehe ich als wichtige Aufgabe", erklärt Aigner.
Viele Stadtteile bespielen
Ein Beispiel, wie eine "kleine Idee mit Leben gefüllt wird" sei das Projekt "City Encounters“, bei dem Kunst im öffentlichen Raum sichtbar wird. Unterschiedliche künstlerische Sparten werden direkt in den Stadtraum und in die Stadtteile gebracht und machen Orte neu erlebbar.
"Zwischen Mitte Juli und Mitte September werden dabei ganz viele Stadtteile bespielt, an ganz niederschwelligen Orten im Stadtteil. Dort, wo sich Menschen aufhalten. Junge Künstler und Künstlerinnen bieten dabei ein Potpourri aus Tanz, Theater, Performance bis zu Puppenspiel, Akrobatik, einem Schreib- oder Fotoworkshop an und laden zum Mitmachen ein",
lässt Aigner wissen.
- "City Encounters" steht für Stadtteilkultur, die nicht inszeniert wirkt, sondern im besten Sinn überraschend. Damit soll Kunst und Kultur auf niederschwellige Weise in die Stadtteile gebracht werden.
- Foto: Symbolfoto: Neumayr
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Ein weiteres Projekt im Rahmen der Kulturstrategie, das Menschen in den Stadtteilen verbinden will, ist „Stadtteilgeschichte E-Vorstadt“. Gemeinsam mit Bewohnern des Stadtteils sollen so Geschichten und Erinnerungen aus dem Wohnumfeld gesammelt und erarbeitet werden. "Mit der Kulturstrategie wollen wir jungen Kreativen Wege aufzeigen und Mut machen, sich künstlerisch zu betätigen und gleichzeitig die Bevölkerung aktiv in künstlerische Prozesse miteinbeziehen", so Aigner.
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