Rührend
VIDEO - Mozart verabschiedete sich vom sterbenden Vater

Stellten den Brief der Öffentlichkeit vor: Johannes Honsig-Erlenburg (Präsident der Stiftung Mozarteum), Ulrich Leisinger (Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Mozarteum) und Anja Morgenstern (Wissenschaftliche Abteilung Stiftung Mozarteum, Digitale Mozart-Edition)
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  • Stellten den Brief der Öffentlichkeit vor: Johannes Honsig-Erlenburg (Präsident der Stiftung Mozarteum), Ulrich Leisinger (Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Mozarteum) und Anja Morgenstern (Wissenschaftliche Abteilung Stiftung Mozarteum, Digitale Mozart-Edition)
  • Foto: Wolfgang Lienbacher
  • hochgeladen von Sabrina Moriggl

Drei handgeschriebene Briefe von Mozart kommen nach Salzburg zurück und erzählen vom traurigen Abschied des Vaters.

SALZBURG. Noch vor Corona, während der Mozartwoche erreichte die Stiftung Mozarteum ein wertvolles Päckchen aus Amerika. Darin befanden sich drei handgeschriebene Briefe von niemand anderen als Mozart selbst. Corona-bedingt wurde bislang nur eines der Dokumente, ein liebevoller Brief von Mozart an sein "liebstes, bestes Weibchen Constanze" aus dem Jahr 1789 am Karfreitag vorgestellt. 

Grüße von Mozart aus Italien

Der zweite Brief behandelte die erste Italienreise aus Bologna vom 28. Juli 1770, in dem der Vater - Leopold Mozart an seine damals in Salzburg verbliebene Frau Anna Maria schrieb. In einem kurzen Postskriptum meldet sich jedoch Wolfgang Mozart in italienischer Sprache an seine Schwester Nannerl. 

Mit Siegel und feiner Feder wurden früher die Briefe gestaltet. Mozart offenbart in den Briefen sein Innerstes.
  • Mit Siegel und feiner Feder wurden früher die Briefe gestaltet. Mozart offenbart in den Briefen sein Innerstes.
  • Foto: Stiftung Mozarteum
  • hochgeladen von Sabrina Moriggl

Mozart verabschiedet sich von seinem Vater

Der dritte Brief jedoch ist von trauriger Natur. Im Schreiben verabschiedet sich Mozart von seinem Vater Leopold, der schwer erkrankt wenige Wochen später, am 28. Mai 1787 in Salzburg starb. "Für uns ist der Erwerb dieses Briefes etwas ganz Besonderes", sagt Ulrich Leisinger, der wissenschaftliche Leiter der Stiftung Mozarteum. Obwohl der Brieftext bekannt war, blieb das Original mehr als 90 Jahre unzugänglich. Nun wurde bei der Vorstellung im Mozarteum deutlich, dass Wolfgang Amadé Mozart seinen Brief mit Freimaurersymbolen, wie zwei miteinander verschränkte Dreiecke versah, die die berühmten Worte des Trostes angesichts des kommenden Todes in ganz neuem Licht erscheinen lassen. Wortwörtlich steht im Brief:

da der Tod | : genau zu nemen : | der wahre Endzweck unsers Lebens ist, so habe ich mich seit ein Paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! – und ich danke meinem gott, daß er mir das glück gegönnt hat mir die gelegenheit | : sie verstehen mich : | zu verschaffen, ihn als den schlüssel zu unserer wahren glückseeligkeit kennen zu lernen. –“

Im Video wird der Mozartbrief genauer vorgestellt:

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