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So wollen die Kandidaten der Landtagsparteien aus der Stadt Salzburg für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs sorgen.
SALZBURG. Stau, lange Wartezeiten, fehlende Anbindungen: Der öffentliche Verkehr in der Stadt Salzburg sorgt sowohl bei Öffi-Nutzern als auch bei Autofahrern regelmäßig für Frustration. Kein Wunder also, dass das Thema Verkehr auch bei der bevorstehenden Wahl eines der dominierendes ist. Wir wollten von den jeweils erstgereihten Kandidaten auf den Bezirks-Wahlvorschlägen der acht wahlwerbenden Parteien deshalb wissen: "Wie würden Sie im Landtag dazu beitragen, dass der öffentliche Verkehr in der Stadt fließt?"
"Stadt und Land Salzburg arbeiten an einem Paket für den Zentralraum. Für die Umsetzung braucht es die Neuaufstellung der Verkehrssparte der Salzburg AG. Danach müssen wir im Landtag ein Commitment zur gemeinsamen Finanzierung der Öffis im Zentralraum treffen. Obus und Regionalverkehr wollen wir gemeinsam denken, besser aufeinander abstimmen. Unser Ziel (Zentralraum): rasche Rückkehr zu 10-Minuten-Takt, mittelfristiger Ausbau auf 7,5-minütige innerstädtische Verbindungen, 15-Minuten-Takt im verdichteten Raum, 30-Minuten-Takt von den regionalen Zentren in die Stadt." – Brigitta Pallauf (ÖVP)
"Wir müssen investieren. Nur wenn der Bus verlässlich und bequem ist, nutzen ihn mehr Menschen. Wir müssen zudem die Radwege ausbauen, sicherer und breiter machen. Wir müssen auf die zunehmende Anzahl an E-Bikes reagieren, weil die Geschwindigkeit der Räder heute höher ist. Es sind auch mehr Lastenräder oder Kinderwagenanhänger unterwegs. Auch auf die Fußgänger dürfen wir nicht vergessen. In der Stadt gibt es kurze Wege, perfekt für Fußgänger. Den Pkw werden wir in der Stadt etwas zurückdrängen müssen, damit die Lebensqualität steigt." –Michael Wanner (SPÖ)
"Salzburg ist zur Stauhauptstadt geworden, das Scheitern der Verkehrspolitik ist für jeden täglich erkennbar. Ergebnis ist ein enormes Stauaufgebot und ein öffentliches Angebot, das den Eindruck erweckt, als würde es die Situation weiter verschärfen. Wenn man sich den Verkehr in der Bürglsteinstraße ansieht, erkennt man, dass es nicht die Taktungen sind, sondern dass der öffentliche Verkehr auf neue Beine gestellt werden muss. Für Kosmetik ist es zu spät. Jetzt braucht es neue mutige Maßnahmen, die unter Einhaltung der Kostentransparenz und in Abstimmung mit den Bürgern geschehen müssen." –Andreas Schöppl (FPÖ)
"Der Verkehr ist Salzburgs größter Klimasünder. Er ist für fast ein Drittel der gesamten CO₂-Emissionen verantwortlich. Das Grüne-Mobilitätsprinzip lautet daher: Vermeiden, Verlagern, Verbessern. Die Mobilität von morgen ist klimaschonend, emissionsfrei und leistbar. Im Fokus steht der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Mit dem Klimaticket haben wir Öffi-Fahren so günstig wie noch nie gemacht. Jetzt gilt es das Angebot weiter zu verbessern: Rückkehr zum 10-Minuten-Takt beim Obus, Bau des S-Links sowie rasche Realisierung von Stiegl- und Messebahn." – Simon Heilig-Hofbauer (Grüne)
"Der öffentliche Verkehr wird vor allem durch den starken Individualverkehr gebremst. Wir müssen den starken Frühverkehr bereits vor der Stadtgrenze abfangen, bezirksübergreifend und mit den umliegenden Gemeinden zusammenarbeiten. Wir brauchen mehr Zubringer und ausreichend Gratis-Parkplätze bei S-Bahn-Stationen. Das Land kann hier direkt in die Umsetzung gehen und entsprechende Konzepte fordern und fördern. Weiters brauchen wir gute Alternativen (Carsharing, Bikesharing) und den Ausbau sicherer Radwege auch in den Randgemeinden." –Karin Feldinger, Neos
"Der Viertelstunden-Takt beim Obus ist eine Verschlechterung und nur mehr ärgerlich, die Busse sind oft überfüllt. So vergrault man Fahrgäste. Nach Jahren des Kaputtsparens gehören die Öffis ausgebaut, mit einer besseren Taktung, auch abends und am Wochenende. Wir treten für günstigere Tickets für Salzburger mit Hauptwohnsitz ein, langfristig für gratis Öffis. Um das Zu-Fuß-Gehen zu erleichtern, braucht es mehr Sitzbänke und öffentliche Toiletten." –Kay-Michael Dankl KPÖ-Plus)
"Dringend notwendig: ein strukturierteres Verkehrskonzept, z.B. Taktschaltungen bei Ampeln, Busterminal außerhalb der Stadt, Fahrplan öffentlicher Verkehrsmittel verbessern. Kreisverkehre müssen erweitert werden, sodass Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt werden. Bleibt noch das leidige Thema S-Link. Die derzeit ausgesprochene Variante ist die schlechteste. Daher: zurück an den Start, alle Karten auf den Tisch und alle Varianten neu denken, auch Regionalstadtbahn." –Lara Wagner (WIRS)
"Es braucht ein besseres Verkehrskonzept. Die geplanten 6 km U-Bahn würden Unsummen verschlingen für wenig Nutzen. Das Projekt Regionalstadtbahn wird hingegen nicht einmal in Erwägung gezogen. Das Straßenbahnkonzept mit rund 160 km erschließt nicht nur die Salzburg umgebenden Gemeinden, sondern ist bis nach Bayern und Oberösterreich geplant. Es müssen alle Optionen geprüft und dann sorgfältig abgewogen und entschieden werden." –Gerald Mayer (MFG)
Mit den Positionen welcher Partei zum "Öffi"-Verkehr in der Stadt kannst du am meisten anfangen?
Die Spielregeln
Vor der Landtagswahl haben wir die jeweils Erstgereihten aus der Stadt auf den Bezirkswahlvorschlägen befragt. Handelte es sich dabei um den landesweiten Spitzenkandidaten, blieb es den Parteien überlassen, ob sie diesen oder den nachgereihten Kandidaten zu Wort kommen ließen.
Wir befragten Kandidatinnen und Kandidaten aus der Stadt.
Bei Gerald Mayer (MFG) und Lara Wagner (WIRS) handelt es sich jeweils um die Listenersten im Bezirk. Brigitta Pallauf (ÖVP), Michael Wanner (SPÖ), Andreas Schöppl (FPÖ), Simon Heilig-Hofbauer (Grüne) und Karin Feldinger (Neos) sind jeweils auf Platz zwei hinter ihren landesweiten Spitzenkandidaten gereiht. Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus) kommt als einziger landesweiter Spitzenkandidat hier zu Wort.
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