Die Augen nicht vor Armut verschließen

Stadtblatt-Redakteurin Lisa Gold
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Die einen freuen sich, dass mit der neuen Bundesregierung etwas "Veränderung" ins Land zieht. Anderen treibt es die Sorgenfalten ins Gesicht, dass dies Einschnitte im Sozialbereich bedeuten könnte. Für welches Team man auch selbst spielen mag: In einem Bereich täte auch dem reichen Salzburg etwas Veränderung wahrlich gut. Nämlich wenn es darum geht, dass immer mehr ältere Menschen – die Caritas schließt da Personen ab dem 50. Lebensjahr mit ein – in die Altersarmut gedrängt werden. Allein in Salzburg gelten 82.000 Menschen als armutsgefährdet. Für die Betroffenen wird die nahende kalte Jahreszeit zur alljährlichen Herausforderung. Da werden Fragen wie "lieber eine warme Mahlzeit oder eine warme Wohnung" zur unliebsamen Routine, die man bei sich selbst praktiziert. Das alles geschieht direkt vor unserer Haustüre, zwischen den bereits jetzt vorweihnachtlich glitzernden Schaufenstern. Wenn es darum geht, der Armut in einer reichen Stadt, einem reichen Land die Stirn zu bieten und Menschlichkeit und Solidarität walten zu lassen, dann ist jede Veränderung wünschenswert.

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