29.11.2017, 00:30 Uhr

"Ersticken fühlt sich echt grausig an"

Ein Asthmatiker ist dem Tod von der Schaufel gehupft, weil das Rote Kreuz so schnell und zielsstrebig geholfen hat.

SALZBURG (lin). Siegfried Höll hat schwers Bronchialasthma. Seine Asthma-Anfälle können durch Pollen aller Art, Stress, Angst, Hausstaub, Tierhaare und verschiedene Lebensmittel ausgelöst werden. Zudem hat er jahrelang in einer feuchten Wohnung gelebt und den schwarzen Schimmel eingeatment. Jetzt braucht es nicht viel, und wird es eng mit dem Atmen. Sehr eng.

Drama zu Faschingsbeginn

"Am Samstag, dem 11. November habe ich es schon in der Nacht gespürt", erzählt der Mann. Ich hab meine Cortison-Tabletten genommen, aber die haben diesmal nicht geholfen. Immer öfter hat die Atmung fast ausgesetzt, dann kam die Panik vor dem Ersticken. Das fühlt sich an, als ob einem zehn Leute auf der Brust sitzen, echt grausig". Mit "der letzten Luft" hat er dann die Rettung gerufen.


Vom Essen aufgesprungen

Die war in drei, vier Minuten da. "Wir haben alles liegen und stehen gelassen und waren  vom LKH aus mit Blaulicht wirklich schnell in Taxham. Außerdem hat uns Hölls Lebensgefährtin bereits auf der Straße eingewiesen, das ist sehr nützlich", sagt Fahrer Thomas Mitteregger. "Viel länger hätte es nicht dauern dürfen sagt Kollege Christoph Sturm, der mit dem Notarzt als erster beim Patienten war. "Höll war in Lebensgefahr, er war nicht transportfähig, und ohne sofortige Notfallmedikamente und künstliche Beatmung wäre es bald vorbei gewesen", sagen die beiden Sanitäter. Beide sind Freiwillige, studieren Medizin und sammeln hier "sehr wertvolle Erfahrungen für ihr Leben mit kranken Menschen.

Mehr als "bloß retten"

4.200 Freiwillige gibt es beim RK Salzburg, sie gelten als  Stützen das System, indem die eine Million unbezahlte Stunden pro Jahr Diehnst leisten. Und viele dieser Dienste gehen über das Retten weit hinaus. Das sieht auch unser Siegfried Höll so: Während Thomas Mitteregger dem Notarzt geholfen und meinen Transport vorbereitet hat, hat sich Christoph Sturm zu mir ans Bett gesetzt und mich beruhigt. Man kann sich gart nicht vorstellen, sie gut das in dieser Sitauation tut. Dafür - und für alles andere - möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken.
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