16.10.2017, 10:06 Uhr

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Kommentar von Bezirksblätter-Chefredakteurin Stefanie Schenker

Was bedeutet das Nationalratswahlergebnis für die Landtagswahl 2018 in Salzburg? Möglicherweise sagt Karl Schnell sein Antreten als FPS-Spitzenkandidat ab. Zu groß ist seine Enttäuschung darüber, dass seine Liste neben Erzfeind FPÖ derart unterging. Dieses Schicksal will er sich in seinem Heimat-Bundesland lieber ersparen. Nachwehen wird es nach dem Totalabsturz bei den GRÜNEN geben. Sie kämpfen in Salzburg im April 2018 um eine erneute Regierungsbeteiligung. Anders als bei FPÖ und FPS lässt sich aus dem bundesweiten Ergebnis der GRÜNEN kein Trend für die Landtagswahl herauslesen. Dank des bisher großteils konsensualen Regierungsstils in Salzburg stehen die GRÜNEN hier nicht als zerstrittene Verhinderer-Partei da, ganz im Gegenteil: Zusammen mit der (alten) ÖVP verkörpern sie den mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Stil des Nicht-Streitens. Aber eine "g'mahte Wies'n" ist die Landtagswahl deshalb keinesfalls. Die ÖVP Salzburg steht ohnehin stabil an erster Stelle, die SPÖ wird weiter hart kämpfen müssen – auch weil ÖVP und GRÜNE wenig Angriffsfläche bieten. Das Beispiel PILZ auf Bundesebene zeigt, dass man auch als neue Gruppierung eine Chance hat. Für Salzburgs SBG-Obmann Hans Mayr ist und bleibt es aber eine Zitterpartie.

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