Wichtiger Schritt
Schnöll kämpft in Brüssel weiter für Einheimischentarife
- Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll will die Chance nutzen und setzt sich in Brüssel für Salzburger und Salzburgerinnen ein.
- Foto: Neumayr
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
Salzburgs Einsatz für rechtssichere Einheimischentarife bekommt auf europäischer Ebene neuen Rückenwind. Die Initiative von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) wird nicht nur vom Salzburger Landtag und von der Konferenz der Landestourismusreferenten getragen, sondern stößt auch bei der EU-Kommission auf Verständnis. Damit rückt eine Neuregelung, die Einheimischen günstigere Tarife etwa für Skigebiete ermöglichen soll, wieder näher.
SALZBURG. Unter Einheimischentarifen versteht man vergünstigte Angebote für Bewohnerinnen und Bewohner einer Region. Nach geltendem EU-Recht bewegen sich solche Modelle in einer rechtlichen Grauzone, da sie unter Umständen als indirekte Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit gewertet werden können.
In einer Anfragebeantwortung hält der zuständige EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas jedoch fest, dass solche Preisunterschiede zulässig sein können, wenn sie auf objektiven, staatsangehörigkeitsunabhängigen Kriterien beruhen und verhältnismäßig sind.
Rückenwind aus Salzburg und von der EU
Mit den aktuellen Beschlüssen aus dem Salzburger Landtag verfügt Schnöll für die nächste Sitzung des Ausschusses der Regionen über ein starkes Mandat.
Ziel ist es, auf EU-Ebene klare Regeln und damit Rechtssicherheit für die Regionen zu schaffen.
„Nicht nur Land und Bund sind sich einig, auch der EU-Tourismuskommissar sieht eine neue Chance für die Umsetzung“, betont Schnöll.
Für ihn steht der Nutzen für die Bevölkerung im Mittelpunkt: Einheimischentarife sollen die leistbare Nutzung touristischer Infrastruktur sichern und die Akzeptanz des Tourismus stärken. „Die Einheimischen tragen wesentlich zur Finanzierung der Infrastruktur bei und leben täglich Gastfreundschaft. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine Entlastung ein wichtiges Signal“, so der Landeshauptfrau-Stellvertreter.
Nächster Schritt im März
Ein möglicher Meilenstein könnte bereits im März erreicht werden. Dann steht die nächste Sitzung des Ausschusses der Regionen an, bei der Salzburg das Thema erneut in Brüssel auf die Agenda bringen will. „Die notwendige Unterstützung und der gemeinsame politische Wille sind vorhanden. Jetzt gilt es, diese Chance zu nutzen“, sagt Schnöll.
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