Badminton für Einsteiger
Federn, Kork und Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h
- Badminton ist eine der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt und gewinnt nach und nach an Beliebtheit.
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Badminton ist eine der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt und gewinnt nach und nach an Beliebtheit. Es wird ausschließlich in Hallen gespielt und hat tatsächlich kaum etwas mit Federball zu tun. Allgemein ist es dem Tennis recht ähnlich unterscheidet sich allerdings doch in einigen Punkten.
SALZBURG. Eines der Hauptmerkmale des Badmintons sind die speziellen Bälle aus einem Korkkopf und Federn. Auch die Schläger sind leichter und kleiner als Tennisschläger, das Feld ist einem Tennisfeld sehr ähnlich und auch viele Regeln oder Spielweisen sind jenen aus dem Tennis nicht fernab. Das Spielfeld wird von Linien begrenzt und unterteilt und in der Mitte unterteilt ein Netz das Feld.
Es kann im Einzel, Doppel oder als Mixed gespielt werden, wobei jeweils ein paar eigene Regeln gelten. Das Prinzip des Badminton ist simpel - ein gefiederter Ball wird von den Spielerinnen und Spielern im Flug abwechselnd hin und her geschlagen. Ziel ist es, dass der Ball so übers Netz gespielt wird, dass er auf der gegnerischen Seite den Boden berührt oder fehlerhaft zurückgespielt wird.
Badminton ist federleicht - oder?
Was das Spiel so besonders macht ist das beinahe unberechenbare Flugverhalten des Balles. Dieser wird beim Spielen teils auf knappe 300 km/h beschleunigt, kann aber im nächsten Moment federleicht zu Boden gleiten. Dadurch verlangt das Spiel Agilität, Ausdauer und auch Kraft von den Spielerinnen und Spielern ab. Natur Federbälle können durch ein Verbiegen der Federn außerdem schneller oder langsamer gemacht werden.
Knickt man die Federn nach außen fliegt der Ball langsamer, nach innen und der Ball fliegt schneller. Bei synthetischen Bällen können die Federn schlechter umgeknickt werden und daher ist es schwerer die Geschwindigkeit des Balles so zu beeinflussen.
Vom Los zum Sieg
Ein Badmintonspiel beginnt mit dem Los. Wer das Los gewinnt kann wählen, ob sie oder er sich die Spielhälfte aussuchen will und dafür nicht den ersten Aufschlag hat oder ob sie oder er den ersten Aufschlag haben will und dafür nicht die Spielhälfte wählen darf. Ist das Los gefallen und alles entschieden kommt es zu Aufschlag. Dabei muss man den Ball diagonal in das andere Feld spielen. Anschließend spielt man drei Sätze bis 21 Punkte. Einen Satz gewonnen hat jene Spielerin oder jener Spieler, die oder der zuerst 21 Punkte mit einer Punkte-Differenz von zwei Punkten erreicht hat.
Bei einem Punktestand von 21 zu 20 wird weitergespielt bis jemand zwei Punkte Vorsprung hat oder maximal bis jemand 30 Punkte erreicht hat. Nach jedem Satz wird die Spielseite gewechselt und im Dritten Satz wird getauscht sobald elf Punkte erreicht sind. Die Spielerin oder der Spieler, der zwei der drei Sätze für sich entscheiden kann gewinnt das Match.
Der Aufschlag als wichtigster Spielzug
Einer der wichtigsten Spielzüge beim Badminton ist der Aufschlag. Daher sind mit dem Aufschlag auch zahlreiche Regeln verbunden. Vor einem Aufschlag nehmen alle Spielerinnen und Spieler ihre Positionen ein und der Aufschlag beginnt mit der ersten Vorwärtsbewegung des Schlägers der Aufschlägerin oder des Aufschlägers. Wird der Ball bei einem Aufschlag nicht getroffen, fällt zu Boden oder wird wieder gefangen zählt das als Fehler. Ein Aufschlag darf auch nicht verzögert werden und während des Aufschlags müssen Auf- und Rückschlägerinnen und Schläger einen Teil beider Füße am Boden haben. Dabei dürfen die Personen keine Linie berühren und auch der Ball darf ausschließlich am Kopf getroffen werden und darf beim Fliegen nicht im Netz hängen bleiben. Machen Auf- und Rückschlägerin oder Schläger zeitgleich einen Fehler kommt es zu Wiederholung des Aufschlags.
Fehler beim Badminton
- Der Ball landet außerhalb der Begrenzungslinie
- Der Ball fliegt durch oder unter dem Netz oder überfliegt das Netz garnicht
- Der Ball berührt Dach, Wände, andere spielende Personen oder Gegenstände und Personen außerhalb der Spielfeldumgebung
- Eine spielende Person berührt das Netz selbst oder mit dem Schläger
- Eine spielende Person gerät mit dem Schläger oder Körper in die andere Spielhälfte und behindert dadurch die andere Person
- Eine Person lenkt vorsätzlich andere Spielerinnen und Spieler durch Rufen oder Gebärden ab
- Der Ball von einer Person zweimal hintereinander berührt wird
- Der Ball von zwei Partnerinnen oder Partnern hintereinander geschlagen wird (im Doppel)
- Nach jedem Satz wird die Spielseite gewechselt und im Dritten Satz wird getauscht sobald elf Punkte erreicht sind.
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Wiederholungen sind nicht gleich Fehler
Eine Wiederholung kann aus verschiedensten Gründen gegeben werden:
- Der Ball berührt einen Netzpfosten, der über das Netz hinausreicht
- Ein Gegenstand fällt ins Spielfeld oder fliegt über das Spielfeld
- Der Ball entzieht sich kurz der Sicht der Schiedsrichterin oder der Schiedsrichters oder einer spielenden Person
- Es kommt zu einer Behinderung durch die Partnerin oder den Partner beim Doppel
- Der Ball verfängt sich im Netzt (gilt nicht beim Aufschlag)
- Der Aufschlag ausgeführt wird, bevor die gegnerische Person bereit ist
- Der Federball im Spiel beschädigt wird
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