Bergauf & Bergab
Über das Ali-Lanti-Biwak auf den Keeskogel

Nebelglocke in der Kleinelendscharte. Dahinter das Ankogelmassiv.
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  • Nebelglocke in der Kleinelendscharte. Dahinter das Ankogelmassiv.
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SALZBURG/KÄRNTEN (neu/2019). Mit 2886 Metern gehört der Keeskogel in der Hafnergruppe durchaus schon zu den Bergen mit respektabler Höhe. Auch wenn technisch nicht allzu fordernd, schon aufgrund der Zustiegslänge sollte man den Grenzberg zwischen Kärnten und Salzburg bei instabilem Wetter nicht unterschätzen. Bekannt ist Keeskogel für das Ali-Lanti-Biwak auf der Kleinelendscharte. „Ali Lanti“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie „anderes Land“ – steht also für den Übergang von Nord nach Süd und umgekehrt. Ein deutlicher Hinweis auf einen alten Saumweg. Das Biwak war früher aus alten Seilbahngondeln zusammengeschweißt, das war originell aber wenig komfortabel. Heute steht hier eine moderne Notunterkunft mit viel Komfort. Der Keeskogel ist auch ein Berg, bei dem die Klimakatastrophe gut zu beobachten ist: In der etwas älteren Alpinliteratur aus den 1980er- und 1990er-Jahren ist noch der Weg über das Gstößkees beschrieben. Dieser ehemals leichtere Anstieg ist völlig verschwunden, man muss die anspruchsvollere Variante über den Nordgrat nehmen.

Alter Saumpfad

Anforderung: Anspruchsvolle Bergtour, Stellen I, kurz eventuell II. 1000 Höhenmeter und 4 Stunden Anstieg.

Ausgangspunkt/Anfahrt: Ende der mautpflichtigen Maltatal-Hochalmstraße (1930 m).

Ali Lanti – Anderes Land

Route: Vom Parkplatz an der Nordseite des Kölnbreinspeichers entlang – fast eben – an einer Jausenstation und einer Wegabzweigung vorbei bis zur Brücke des Kleinelendbaches (Wegweiser). Hier entlang des markierten Steiges – nie steil, aber stetig steigend nach Nordwesten. Oberhalb der Steinkarwand wird das Gelände sogar fast flach, bevor es dann über die glatten Felsen und Schutt in die Kleinelendscharte (2663 m, Wegweiser) und zur Biwakhütte geht. Hinter dem Hütterl weglos (anfangs noch Steinmandl) nach Nordosten in blockiges, etwas mühsames Gelände und hinauf auf den Grat. Am Nordgrat in leichter Kletterei (je nach Routenwahl I, sonst kurz II) hinauf, dann einfacher zum Kreuz. Abstieg wie Anstieg.

Variante: Ein landschaftlich besonders schöner Anstieg führt von Gastein über den Gasthof Prossau (1279 m) im Kötschachtal herauf. Selbst wenn man mit dem Mountainbike bis in die Prossau radelt, ist der Nordanstieg von Gastein ziemlich weit, man muss ab der Prossau mindestens 4,5 Stunden veranschlagen.

  • Ausrüstung:Wanderausrüstung. Hochgebirgstaugliche Bekleidung.
  • Karte: Kompass Nr.50, "Kartenset Nationalpark Hohe Tauern", 1:50.000.
  • Literatur:Thomas Neuhold, „100 große Gipfelziele“, Verlag Pustet, Salzburg 2019.
  • Einkehr: Sehr empfehlenswert, sehr gemütlich ist die Gmünderhütte an der Maltatal Hochalmstraße www.gmuenderhuette.at
  • Mehr zum Thema Wandern und Bergsteigen:www.meinbezirk.at/bergauf
  • Tipp: Mit dem Salzburger Hüttenpass der Bezirksblätter Hüttenstempel sammeln und tolle Preise gewinnen! Hier geht es zum Download: www.meinbezirk.at/huettenpass
  • Info: Thomas Neuhold und die Bezirksblätter Salzburg GmbH übernehmen für die angeführte Tour keine Haftung. Im Zweifel soll man immer einen Bergführer engagieren.
Autor:

Thomas Neuhold aus Salzburg

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