Besonderes Geschenk für Obertraun: Buddha-Statue bald am Krippenstein

Damals noch von Egon Höll bewundert, steht sie nun bald fast "hinter der Haustüre": EIne Nachbildung des "Großen Buddhas von Leshan" wird bald am Dachstein stehen.
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  • Damals noch von Egon Höll bewundert, steht sie nun bald fast "hinter der Haustüre": EIne Nachbildung des "Großen Buddhas von Leshan" wird bald am Dachstein stehen.
  • Foto: Höll
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OBERTRAUN. Dass die chinesen sehr erpicht darauf sind, sich Teile des schönen Salzkammergutes in ihr eigenes Land zu holen, ist nichts Neues: Das spiegelverkehrte Hallstatt beispielsweise, oder Teile der Ischler Landesgartenschau bei der großen Garten-Expo. Dass nun bald ein Stückerl China in die Welterbegemeinde Obertraun kommt, ist hingegen neu. "Bei einem Besuch in der chinesischen Metropole Leshan bewunderten wir auch eine riesige Statue, den 'Großen Buddha von Leshan'", erklärt Obertrauns Bürgermeister Egon Höll. Dieser ist knapp 71 Meter hoch und misst an den Schultern rund 28 Meter. Damals wurden die Chinesen, mit denen man aufgrund diverser Gemeinsamkeiten – sowohl das Salzkammergut, als auch Leshan sind Welterberegionen – eine Städtepartnerschaft einging, zu einem Gegenbesuch eingeladen. Dieser wurde nun fixiert und findet Anfang Juli statt.

Zwei-Meter-Nachbildung im Gepäck

Die Chinesen werden dabei aber nicht alleine kommen. Mit im Gepäck werden sie eine Buddha-Statue haben. "Natürlich nicht eine in den Originalmaßen", lächelt Höll, "sondern eine kleinere, rund zwei Meter große Nachbildung." Diese werde nicht in der Gemeinde selbst, sondern am Krippenstein aufgestellt. "Dieser ist ein Gipfel der Toleranz und diese wollen wir Obertrauner auch hochhalten", so der Welterbegemeinde-Ortschef. Wo genau man das Gastgeschenk aufstellt, wird noch nicht verraten, wohl aber der Tag der Enthüllung: "Anfang Juli kommt die Delegation vorbei, am 2. Juli wird die Statue dann enthüllt", so Höll.

Höll: "Garantiert kein Disneyland"

Bei der Statue handle es sich natürlich nicht um ein religiöses Symbol, sondern um ein Kunstwerk. "Sie wird auch kein Gipfelkreuz oder eine Kapelle ersetzen", erklärt Obertrauns Ortschef. Er verbürge sich zudem, dass die Kooperation mit Leshan nicht zu dem oft befürchteten Massentourismus führen werde. "Wir werden unsere Region aber nicht 'verkitschen' oder gar ein Disneyland am Krippenstein eröffnen", stellt Höll sicher. Als Gegengeschenk plant man in Obertraun übrigens, einen ausgewaschenen Karrenstein, der am Dachstein häufig zu finden ist, nach Lesahn zu schicken.

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