Internationaler Preis für soziale Innovation der Sozialmarie 2018 für MAS Alzheimerhilfe

BAD ISCHL. Am 1. Mai wurden im Radio Kulturhaus die diesjährigen Sozialmarie-Preisträger von der Unruhe-Stiftung geehrt. Es gab 249 Einreichungen aus Österreich, Ungarn, Tschechien, Kroatien, Slowenien und der Slowakei für soziale Innovationen für gesamtgesellschaftliche Problematiken. Die drei Hauptpreise gingen nach Tschechien (Obdachlosenprojekt), Slowakei (Buchprojekt) und die „Wiener Kuchl“ (ebenfalls für ein Obdachlosenprojekt). Das Kooperationsprojekt der MAS Alzheimerhilfe „Einsatz Demenz“ mit der Sicherheitsakademie (SIAK), eine E-Learning Plattform für die Kompetenzschulung der Polizei im Einsatz für betroffene Familien, wurde als Preis für soziale Innovation gewürdigt.
„Diese Zusammenarbeit hilft konkret, Personen mit Demenz in unsere Gesellschaft zu integrieren und eine Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. ‚Einsatz Demenz‘ wurde über mehrere Jahre mit den Partnern der Sicherheitsakademie des Bundesministeriums und der Donau-Universität Krems entwickelt und mit Mitteln des Fonds Gesundes Österreich und der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) mitfinanziert", ist Edith Span, Geschäftsführer der MAS Alzheimerhilfe stolz. Und weiter: „Diese gemeinsame Arbeit und Wirken in einem Netzwerk sehen die Projektpartner auch als wesentlichen Baustein für eine gelungene Demenzversorgung und –betreuung im Sinne der betroffenen Familien.“

Polizei ist gerüstet für den Umgang mit Menschen mit Demenz

Der Part der Polizei ist dabei von größter Bedeutung: Als professionelle Gruppe im öffentlichen Raum sind sie für betroffene Familien in vielen verschiedenen Situationen und Krisen der erste Ansprechpartner. Markus Richter, Leiter des E-learning Programms der SIAK und einer der Projektpartner, bestätigt den hohen Ausbildungswert hinsichtlich Demenz durch die MAS Alzheimerhilfe und die Donau-Universität Krems: „Die innovative Methode des E-learnings ist kostengünstig, ressourcenschonen, macht schnell handlungssicher und hilft, Situationen, die mit Demenz im Zusammenhang stehen, besser einzuschätzen und zu lösen.“ Als Beispiel führt Richter vom Zentrum für Ressourcensteuerung und Unternehmensqualität der SIAK etwa Vermisstenfälle, Ladendiebstähle oder Nachbarschaftsstreitigkeiten an.

Das Besondere am E-learning Programm

"Das Programm ‘Einsatz Demenz‘ bietet durch Wissensvermittlung eine konkrete Hilfestellung für alle Beteiligten“, erklärt Projektleiterin Stefanie Auer, Professorin für Demenzforschung an der Donau-Universität Krems sowie wissenschaftliche Leiterin der MAS Alzheimerhilfe. „Diese Demenz-Kompetenz wurde mit Tafeln, die an der Polizeidienststelle angebracht werden, nach außen sichtbar gemacht. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens 70 Prozent der Polizisten einer Dienststelle den Wissenscheck des E-learning Moduls positiv absolviert haben. Darüber hinaus müssen sich die Dienststellen mit Ansprechpartnern aus dem sozialen Bereich (Demenzservicestellen, Pflegeheime, soziale Einrichtungen wie Tagesstätten) vernetzen. Umso mehr freut es die Demenzexpertin, dass über 6500 österreichweit das Demenzmodul bearbeitet haben und mehr als 60 Dienststellen bereits zertifiziert werden konnten.

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