Leiche in Pfandl bei Bad Ischl gefunden – möglicherweise vermisste Frau aus Bad Goisern

In einem Bauwerk mit Gibel und Steinwänden fand ein Anrainer am Fuße der Zimnitz in Bad Ischl die skelettierte Leiche einer Frau.
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  • In einem Bauwerk mit Gibel und Steinwänden fand ein Anrainer am Fuße der Zimnitz in Bad Ischl die skelettierte Leiche einer Frau.
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

BAD ISCHL. Am Wochenende fanden Anrainer am Fuße der Zimnitz eine Frauenleiche. Es dürfte sich dabei um eine 43-jährige Bad Goisererin handeln, die seit Februar 2015 verschwunden war. Die BezirksRundschau hat über den ungewöhnlichen Fall berichtet (zum Bericht). Gisbert Windischhofer vom Landeskriminalamt Oberösterreich bestätigt diese Vermutung, weißt jedoch darauf hin, dass "eine eindeutige Identifizierung aufgrund des skelettierten Zustandes der Leiche noch mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen wird."

Bauwerk für den Weltuntergang

"Der Mann war damals des Öfteren mit dem Fahrrad hier unterwegs", erinnert sich ein Anrainer, der anonym bleiben will. Beim Leichenfundort handelt es sich jedoch nicht um ein einfaches Grab (siehe Fotos), sondern um ein sorgsam errichtetes Bauwerk – gebaut aus Steinen und zurechtgeschnittenen Ästen. "Das Paar dürfte dort schon seit 2014 gehaust haben und hat anscheinend viel Zeit in den Bau gesteckt", vermutet der Anrainer. Ähnliche Vermutungen gibt es auch seitens des Landeskriminalamtes. Das Paar soll angeblich einer Sekte angehört und sich in dem kleinen Bauwerk für den drohenden Weltuntergang gerüstet haben. Der Grund, warum das Grab nicht schon früher bei Forstarbeiten oder bei der Polizeisuche im Herbst des letzten Jahres gefunden worden ist, sei die gute Tarnung gewesen. "Selbst für einen Ortskundigen ist es fast unmöglich, die Stelle zu finden – außer eben durch Zufall", schildert die Quelle.

Vorgeschichte: Das geschah 2015

Als der Lebenspartner der Frau, ein 52-jähriger Niederösterreicher, im Februar 2015 Selbstmord beging, fanden die Ermittler in dessen Rucksack zahlreiche Abschiedsbriefe. Daraus soll hervorgegangen sein, dass sich der Mann und seine 43-jährige Lebensgefährtin einer sektenähnlichen Weltuntergangsphilosophie zugehörig fühlten. Die Polizei vermutete seit damals, dass der Mann zunächst die 43-Jährige umbrachte und sich anschließend selbst das Leben nahm.
Sie konnten seine Spur bis zum Gasthof „Zur Wacht (bei Bad Ischl) an der B158 zurückverfolgen und vermuteten, dass er die Leiche im Gebiet der Zimnitz "beerdigt" hatte. Wie Anrainer berichten, war die Polizei bereits im Herbst 2015 mit einer Suchhundestaffel im Zimnitzgebiet auf der Suche nach der Leiche der Frau – allerdings ohne Erfolg.

Autor:

Philipp Gratzer aus Salzkammergut

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