Naturfreunde pachten Parkbad Bad Ischl

Ab der heurigen Saison wird das Ischler Parkbad von den Naturfreunden geführt.
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  • hochgeladen von Philipp Gratzer

BAD ISCHL. Bei der Bad Ischler Gemeinderatsitzung vom 30. Jänner wurde auch über die Verpachtung des städtischen Parkbades an die Naturfreunde abgestimmt. "Das Angebot soll für unsere Bürger erhalten bleiben und als Gemeinde können wir unter den bisherigen Umständen nicht mehr dafür garantieren", erklärt Bürgermeister Heide. Im Jahr 2016 verzeichnete man einen Abgang von 161.000 Euro bei Einnahmen von nur 46.000 Euro. 2017 waren es – trotz eines "Super-Sommers" – nur 5.000 Euro mehr gewesen. "Die Versuche seitens der Gemeinde mit Einsparungen und veränderten Öffnungszeiten haben in der Vergangenheit ebensowenig gebracht, wie mit Johannes Aldrian einen Experten zurate zu ziehen, der schon nach zwei Monaten w.o. gab", erklärt der Bürgermeister. Durch die Gemeindefinanzierung Neu bestehe hier akuter Handlungsbedarf. Daher habe man die Verpachtung ausgeschrieben und die Naturfreunde hätten sich daraufhin als einzige gemeldet. Das Thema wurde im Gemeinderat eingehend diskutiert, schließlich stimmten die Gemeindevertreter wie folgt: jeweils sechs Gegenstimmen von FPÖ und ÖVP, drei Stimmenthaltungen (davon zwei FPÖ) und der restliche Gemeinderat stimmte dafür.

Schwache Kletterhallen-Monate ausgleichen

"Die Naturfreunde Bad Ischl GmbH betreibt in Kaltenbach die Kletterhalle und ist aufgrund eines zurzeit witterungsabhängigen Angebotes natürlich bestrebt in den schwachen Monaten des Jahres, einen Betrieb mit einer witterungsbedingt gegensätzlichen Nutzung dazu zu gewinnen", so Andreas DeBettin, Obmann der Naturfreunde Bad Ischl.. "Erste Impulse setzen wir bereits mit einer Kletteranlage im Außenbereich, hier erfolgt die Fertigstellung mit Mitte Mai." Dass man schon so einiges geschafft habe – die Eigenfinanzierung der Kletterhalle zu 96 Prozent beispielsweise – unterstreiche DeBettin zufolge die Ambitionen der Naturfreunde. "Wir haben vor mit einigen kleinen Maßnahmen zu starten und in Endeffekt werden wir in den nächsten Jahren aus dem Ischer Parkbad ein touristisches Angebot für die ganze Region stellen."

Synergien ex- und intern nutzen

"Mit Personalsynergien nicht nur zwischen Kletterhalle und Parkbad sondern auch im Bad Intern werden wir am Service an den Besuchen ein Höchstmaß an Zufriedenheit schaffen, Kunden binden und gleichzeitig bei den Personalkosten Einsparungen erzielen", ist man sich bei den Naturfreundne sicher. Das Zeil sei es, bis 2021 einen wertvollen Beitrag an Energieeffizienz, Synergieen, Kundenbindung und an der Attraktivierung zu leisten, sodass das Ischler Parkbad nicht von der Schließungswelle durch das Land OÖ betroffen sein wird. "Wir wollen die zurzeit unmöglich scheinenden 50 Prozent-Deckungsgrad erreichen und somit das Parkbad den Ischerinnen und Ischlern die nächsten Jahre sichern." Für 2018 ist geplant, den Kundenservice zu verbessern und mit der anstehenden Dachsanierung sowie diverser Adaptionen technischer Anlagen künftig 40 Prozent der Energiekosten einzusparen.
Den Gegenwind von VP und FP sieht man bei den Naturfreunden gelassen: "Gerade diese Zweifel sind zusätzliche Motivation engagiert zu arbeiten und zu beweisen, dass wir ein attraktives Angebot bieten können."

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