09.11.2017, 08:47 Uhr

Bergsteiger in Felsspalte gestürzt: Nächtliche Rettungsaktion im Bereich der Adamek Hütte

In diese Doline war der Bergsteiger gefallen und musste aus etwa 30 Metern befreit werden. (Foto: Bergrettung Gosau)
GOSAU. Im Bereich der Adamek Hütte am Dachstein lief in der Nacht von 8. auf 9. November eine großangelegte Suchaktion nach einem deutschen Staatsbürger, der seit Samstag abgängig und vermutlich in eine Felsspalte gestürzt war. Die Abgänigkeitsmeldung nach dem Mann war bereits am Montag bei der Polizei eingegangen, da der Sohn des Bergsteigers keinen Kontakt mehr zu seinem Vater herstellen konnte.

Mietwagen in Gosau geortet

Eine Ortung des Mietwagens des Mannes ergab einen Standort in Gosau, wo das Fahrzeug auch gefunden wurde. Eine erste Suche verlief ergebnislos. Bis heute um Mitternacht ein Notruf bei der Polizei in Gmunden einging, der aber immer wieder abbrach. Per SMS gelang es den Beamten schließlich, mit dem Vermissten Kontakt herzustellen und seinen Standort einzugrenzen. Laut seiner Aussage befinde er sich seit mehreren Tagen in einer Felsspalte, ist verletzt und könne sich nicht selbst befreien. 20 Mann von Alpinpolizei und Bergrettung steigen auf und versuchte,n den Mann zu orten und zu bergen.
Um 4 Uhr nachts gelang es den Einsatzkräfte, den 45-jährigen Mann aus Deutschland in einer Doline in etwa 30 Meter Tiefe orten. Er wurde sogleich versorgt und für die Bergung vorbereitet.

Per Hubschrauber abtransportiert

In den frühen Morgenstunden konnte der verletzte deutsche Bergsteiger von einem Rettungshubschrauber abtransportiert und ins Krankenhaus geflogen werden. Ein Polizeihubschrauber versucht derzeit die Rettungskräfte aus dem anspruchsvollen Gelände zu fliegen.

Klinikum Wels-Grieskirchen: Patient nicht in Lebensgefahr

„Der Patient wurde heute um 08:15 Uhr ins Klinikum Wels‐Grieskirchen eingeliefert und ist imSchockraum versorgt worden", erklärt Primar Günter Huemer. "Er war ansprechbar, gut orientiert und den Umständen entsprechend in guter Verfassung. Seine Vitalfunktionen wurden überprüft und sind weitgehend stabil. Das heißt, es besteht keine Lebensgefahr."
Der Grad der Verletzung sei – ob der großen Höhe des Absturzes – relativ gering. "Ich möchte an dieser Stelle auch betonen, dass die extramuralen Rettungskräfte hervorragend
reagiert und exzellente Erstversorgung geleistet haben."
Der Patient erlitt beim Sturz Schulter‐ und Fußverletzungen, die operativ versorgt wurden. Daher befindet er sich derzeit in intensivmedizinischer Betreuung und wird hier engmaschig kontrolliert.
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