13.11.2017, 16:07 Uhr

Pensi feiert Jubiläum

GMUNDEN. Im Herbst September 1892, vor 125 Jahren, öffneten die Bildungseinrichtungen der Kreuzschwestern in Gmunden mit dem „Mädchenpensionat“ erstmals ihre Pforten. In einem Festakt begingen Kindergarten, Volksschule, AHS, Hort und „Höhere Schule im Spital“ das Gründungsjubiläum. Höhepunkt der Veranstaltung war eine beeindruckende Lichtinstallation von Waltraut Cooper, die die Fassade des Gründerzeithauses abends zum Strahlen brachte.

Bereits 1861 kamen die ersten Kreuzschwestern aus dem Mutterhaus in der Schweiz nach Oberösterreich. Durch Ankauf des „Mayrhofschen Gutes“ in Gmunden konnten die Schwestern dem Wunsch des damaligen Bischofs, „eine im christlichen Geist geführte Erziehungs- und Bildungsstätte für Mädchen zu schaffen“, nachkommen. 1892 startete die Schule, die viele unter dem Namen „Pensi“ kennen, mit einer Volksschulklasse und zwei Bürgerschulklassen.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Bildungs- und Betreuungsangebot stets im Sinne des gesellschaftlichen Wandels gestaltet und erweitert – mit der konstanten Wertebasis eines lebendigen Miteinanders und Füreinanders. So wurde 1924 nach dem Ankauf der benachbarten Villa "Aichelburg" der Kindergarten eröffnet, 1999 erfolgte die Gründung des Horts. Seit 1999 gehen in der Pensionatsstraße 9 auch Buben zur Schule. Die jüngste Kreuzschwestern-Einrichtung, die vom Standort Gmunden ausgeht, ist übrigens die „Höhere Schule im Spital“, bei der Jugendliche im Krankenhaus unterrichtet werden. Davor hatten LangzeitpatientInnen in Oberösterreich ab der 9. Schulstufe keine Möglichkeit, im Spital am Unterricht teilzunehmen.

Anlässlich des 125-jährigen Gründungsjubiläums gestaltete die renommierte Lichtkünstlerin und ehemalige Schülerin Waltraut Cooper eine Lichtinstallation auf Basis ihrer Regenbogentrilogie zum Frieden.
Diese haben Schüler in zwei Projekten fortgesetzt:
Eine weltweite Friedensaktion der 7. Klasse, gestartet über die sozialen Medien, möchte Jugendliche auf der ganzen Welt einladen, ihren Wunsch nach Frieden und Respekt gemeinsam zum Ausdruck zu bringen.
Die Verbundenheit der Schule nach Innen zeigt ein Projekt der 8. Klasse mit dem Titel „Das ist für mich Pensi“. Dabei sind zwölf Bilder mit prägnanten Aussagen zum Menschenbild und der Wertbasis der Schule entstanden: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Respekt, die wiederum den Weg zum Frieden erschließen. Diese Bilder wurden im Stile der Arbeit von Frau Cooper in die Farben des Regenbogens getaucht, zum Menschenbild und der Wertebasis der Kreuzschwestern. In einer Selfie-Aktion haben die Schüler der 8a Orte und Personen festgehalten, die für sie „typisch Pensi“ sind. In den so entstandenen zwölf Bildern finden sich prägnante Aussagen zu „Gemeinschaft“, „Zusammenhalt“ und „Respekt“, die von Waltraut Cooper gekonnt in Szene gesetzt wurden.

Beim Festakt wurde die Lichtinstallation in Anwesenheit der Künstlerin feierlich eröffnet.
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