07.06.2017, 20:26 Uhr

Weitwanderweg "Salzkammergut BergeSeen Trail" feierlich eröffnet

Michael Strugl, Wilfried Haslauer, Moderator Günter Madlberger und Barbara Eibinger-Miedl bei der Eröffnung des "Salzkammergut BergeSeen Trails".

20 Tagestouren auf rund 350 Kilometern stehen den Wanderern nun auch ganz offziell zur Verfügung. Der Trail enstand in Kooperation mit bundesländer-übergreifend und regionalen Tourismusverbänden, dem ÖAV und den Naturfreunden

SALZKAMMERGUT. Das "S" markiert die Stelle, besser gesagt den Trail. Heute wurde im Beisein von Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Steiermark-Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer der "Salzkammergut BergeSeen Trail" bei der Bergstation der Katrin-Seilbahn eröffnet. 350 Kilometer, aufgeteilt auf 20 Tagesrouten, warten nun offiziell, um von Einheimischen und Touristen erwandert zu werden. "Grundsätzlich gibt es drei markante Punkte im Salzkammergut: Den Dachstein, den Traunstein und den Schafberg. Die Katrin liegt genau in der Mitt", verrät Karlheinz Eder, Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH, warum genau dieser Ort für die Eröffnung auserkoren wurde. "Die Menschen wollen entschleunigen und wo könnte man das besser, als auf den Wanderwegen im Salzkammergut." Zudem liege das Weitwandern im internationalen Trend und es bestand die Möglichkeit, eine Kooperation zwischen gleich drei Bundesländern umzusetzen. "Wir in der Steiermark haben inpunkto Wandern ein tolles Angebot", so Landesrätin Eibinger-Miedl, "und dieses wird durch diesen Trail um einen weiteren Meilenstein ergänzt." Dass man aber auch in Oberösterreich den Wanderbegeisterten viel bieten kann, weiß LH-Stv. Strugl: "Vom Tor des Salzkammergutes am Traunsee bishin zum Inneren Salzkammergut ist dieses Angebot eine tolle Möglichkeit, die Gäste ein weiteres Mal zu begeistern. Dieses Naturerlebnis ist ein wesentlicher Grund, warum die Menschen zu uns kommen."

Trail als Türöffner für Kulturhauptstadt 2024

Hohe Erwartung setzt man auch in Bad Ischl und Bad Goisern in den Trail und seinen Langzeiterfolg: "Dieser attraktive Weitwanderweg ist eine wunderbare touristische Ergänzung", so Florian Hemetsberger, der stellvertretend für Goiserns Bürgermeister Peter Ellmer an der Eröffnung teilgenommen hat. "Wir können hier noch sehr unberührte Natur bieten und das wollen viele Touristen." Hannes Heide hofft zudem, dass die Kooperation auch eine weitere Türe öffnet: "Während dieses bundesländer-übergreifende Projekt nun erfolgreich umgesetzt wurde, steht ein weiteres bereits in der Anfangsphase." Er spielt dabei auf die Bewerbung des Salzkammergutes als Kulturhauptstadt 2024 an. "Mit der Unterstützung der Landesvertreter wären die Chancen hierfür sicher besser."

Winkelhofer: "Trail verbindet die schönsten Plätze"

Die kulinarische Vielfalt, die wunderschöne Natur und die Möglichkeiten zum Entschleunigen gelten als Erfolgsrezept. "Der Salzkammergut BergeSeen Trail verbindet die schönsten Plätze unserer Region", freut sich Andreas Winkelhofer, OÖ Tourismus, über das vollendete Projekt. Noch dazu, wo für viele Wanderer "die Jause das Ziel ist".

Teamwork zwischen ÖAV und Naturfreunden

Seitens des Österreichischen Alpenvereins ist man froh, die 150-jährige Erfahrung in die Planung des Trails eingebunden zu haben. 20 lokale Sektionen sind hier involviert gewesen. Kooperiert wurde nicht nur mit den Tourismusverbänden, sondern auch mit den Naturfreunden. So wurde der Weitwanderweg gemeinsam gestaltet.

Erwandert und für gut befunden

Einer der ersten, der den Trail in seiner ganzen Pracht erkundet hat, ist Gisbert Rabeder. Der 78-jährige St. Wolfganger ist die einzelnen Teilstrecken in den letzten Monaten gegangen und zieht eine positive Bilanz: "Die Routen sind familienfreundlich und es ist für jeden etwas dabei. Auch von der Weglänge her gibt es eine gute Mischung." Der pensionierte Förster war auch in die Planung des Weitwanderwegs involviert. Luft nach oben sieht er aber trotzdem noch. "Die Beschilderung – das Logo mit dem 'S' auf den Wegweisern – ist am Berg sehr gut, teilweise fehlen vielleicht noch in den Ortsgebieten einige Schilder, die es vor allem den fremdsprachigen Gästen erleichtern würden, gleich richtig loszustarten."
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