Creaktiv International: Wenn Chormusik Leid lindert

23 junge Sänger sind derzeit im Chor "Next Generation" des Vereins Creaktiv International aktiv. Sie proben schon fleißig fürs heurige Frühjahrskonzert im Mai.
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  • Foto: Creaktiv International
  • hochgeladen von Michelle Bichler

ST. MARIENKIRCHEN. Chöre gibt es in Österreich viele. Next Generation, der Kinder- und Jugendchor des Vereins Creaktiv International, hebt sich von der Masse ab. Denn: Er singt seit fast 25 Jahren für Kinder in Not und packt selbst mit an, wenn es darum geht, Not leidenden Kindern zu helfen. "Wir sind, soweit ich weiß, der einzige Chor mit der Verknüpfung Musik und soziales Engagement", erzählt Vereinsgründer, Obmann und gute Seele des Vereins Ernst Ranftl.
Rund acht Auftritte bestreiten die derzeit 23 jungen Chorsänger unter der Leitung von Sabrina Furtner im Jahr – der nächste, das alljährliche Frühjahrskonzert, findet am 20. Mai im Pfarrsaal St. Marienkirchen statt. Dafür wird jeden Freitag fleißig geprobt. Eine bestimmten Musik hat Next Generation sich dabei nicht verschrieben. "Wir machen keine typische Chormusik. Unser musikalisches Repertoire reicht von modern bis Oldies, wir singen Deutsch wie Englisch und haben auch Instrumentalisten im Chor", erzählt die Chorleiterin.
Die Erlöse der Auftritte gehen allesamt in Hilfsaktionen. Wie etwa in den Hilfstransport nach Rumänien, den der Verein aktuell organisiert. "Von 19. bis 25. Februar fahren wir – nicht zum ersten Mal – mit ein bis zwei Sattelzügen voller Hilfsgüter nach Rodina", berichtet Ranftl. Dort gehen die Spenden an Kinderheime oder verarmte Dörfer. "Es ist eine andere Welt, in die man da kommt", weiß Ranftl, der schon mehrere Rumänien-Transporte begleitet hat, und fügt hinzu: "Da wird man demütig und erkennt, wie gut es uns eigentlich geht." Aber auch das Kinderhilfswerk Linz, Welser Familien in Not, das SOS Kinderdorf, das SOS Friedensdorf oder das Frauenhaus Wels hat der Verein unterstützt.

Drei Preise und viele schöne Erinnerungen

Drei Auszeichnungen gab's dafür bereits: den Interkulturpreis 1997, den Solidaritätspreis 2000 und den OÖ-Sozialpreis “help4fun”. Sie seien eine Anerkennung für die harte Arbeit, freut sich Ranftl. "Es gab viele schöne Momente in den vergangenen 24 Jahren. Große Auftritte mit tollen Liedern, die Präsentation unserer ersten CD im Jahr 1993 oder unser Konzert im Bachbauergewölbe 2015. Aber auch die Begegnung mit Leuten, denen wir helfen konnten. Die froh sind um alles, was du ihnen bringst", erinnert sich Ranftl. Gerade solche Erinnerungen seien es, die zum Weitermachen anspornen.
"Es gibt noch viel zu tun. Und Ideen für die Zukunft habe ich genug", lacht Ranftl. Seine Wünsche an die kommenden 25 Jahre? "Für den Chor viele neue Mitglieder, ein großes Faschingskonzert mit Maskierung und jede Menge Einladungen zu Chorauftritten. Und für unsere Rumänien-Hilfsaktion suchen wir verzweifelt Leute, die uns ein Mal im Jahr für eine Woche kostenlos einen Bus für acht Personen zur Verfügung stellen", zählt der Vereinsobmann auf. Letzteren könnte der Verein schon für seine aktuellen Hilfstransport gut gebrauchen.

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