Geheimgang in St. Roman ruft Forscher auf Plan

Der geheime, unterirdische Gang weckte das Interesse des Oberösterreichischen Landesarchives.
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ST. ROMAN (ebd). Demnach haben Forscher des oberösterreichischen Landesvereins für Höhlenkunde und des deutschen Arbeitskreises für Erdstallforschung einen bisher unbekannten unterirdischen Gang freigelegt. Der Gang war entdeckt worden, als der Besitzer des Bauernhofes mit einigen Spatenstichen erkunden wollte, ob sich hinter einer Nische in seinem Keller möglicherweise ein weiterer Kellerraum befindet. „Nach den ersten paar Spatenstichen hab ich gesehen, dass hinter der Nische ein Gang wegführt. Man konnte gleich an der Decke erkennen, dass dieser Gang von Menschenhand bearbeitet wurde“, sagt Hans Hatzmann. Die verständigten Experten legten schließlich einen fünf Meter langen und 80 Zentimeter breiten Gang frei. Die ursprüngliche Vermutung, dass es sich bei dem entdeckten Gang um einen Geheimgang aus dem Mittelalter – einen Erdstall – handelt, hat sich nicht bestätigt.

„Bei dem neu entdeckten Gang handelt es sich allem Anschein nach um einen neuzeitlichen Stollen, der zur Entwässerung eines älteren Kellerraumes angelegt wurde“, sagt Josef Weichenberger vom Oberösterreichischen Landesarchiv. „Aber auch dieser Entwässerungsgang ist für die vergleichende Forschung von Interesse. Anhand solcher Funde können wir die typischen Baumerkmale von verschiedenen unterirdischen Objekten unterscheiden. Das hilft uns, mittelalterliche Anlagen von anderen unterirdischen Bauten abzugrenzen“, so der Experte.

Bezirk ein „Gänge“-Paradies
Im Bezirk sind noch weitere unterirdische Gänge bekannt. So befindet sich rund drei Kilometer Luftlinie unter dem Gasthof Wösner in Münzkirchen ein Erdstall. Zudem ist im Sommer 2010 in Schardenberg bei Bauarbeiten ein weiterer entdeckt worden. „Gerade das Innviertel ist aufgrund seiner Besiedelungsgeschichte prädestiniert für die Existenz von mittelalterlichen unterirdischen Gängen.“ In Oberösterreich sind es rund 25 Geheimgänge, die aus dem Mittelalter erhalten sind.

Autor:

David Ebner aus Schärding

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