Leserbrief
Geringere Mehrwertsteuer für regionale Onlinehändler
- hochgeladen von David Ebner
Zum Thema Chancengleichheit für regionale "Online-Shops"
Zu Recht wird von sehr vielen ansässigen kleineren Firmen mit Niederlassungen in Öster-reich die Chancenungleichheit im Verhältnis zu reinen Onlinehändlern wie Amazon angeprangert. Mittlerweile sind die meisten Websites der Onlinehändler durchaus übersichtlich und überzeugen mit meist umfangreichen Angeboten. Kein Händler vor Ort mit seinem beschränkten Lager kann hier meistens mithalten. Noch dazu werben diese Onlinehändler zusätzlich mit kostenlosen Rücksendungen bei Nichtgefallen. All dies klingt verlockend und einfach. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit wird jedoch besonders deutlich, welche dramatischen Auswirkungen dieser Trend zum Einkauf im Netz mit sich bringt:
1) Immer mehr kleinere Geschäfte im Ort müssen zusperren.
2) Immer mehr Ladengeschäfte in den Innenstädten mit ihren Schaufenstern stehen leer.
3) Vermieter dieser Geschäfte finden keine Nachmieter.
4) Diese Mieteinnahmen fehlen auch zum Erhalt und Bestand dieser Häuser.
5) Da die Onlinehändler in Österreich fast keine Steuern zahlen, fließt der Gewinn ins Ausland ab.
6) Geht dieser Trend weiter, werden wir in vielen Städten amerikanische Verhältnisse bekommen. Es ist völlig klar, dass die örtlichen kleineren Geschäfte meist weder das Geld noch die Mittel haben, eine dermaßen aufwändige Website wie die Onlinekonkurrenz zu erstellen. Helfen würde ein Unterschied in der Mehrwertsteuer, vorstellbar wäre für den Onlinehandel generell 30 Prozent, dagegen für sesshaften Handel 10 Prozent. Auf diese Weise könnte von oben herab ein gewisser Ausgleich geschaffen und manche Kunden im Preisvergleich zurück zum stationären Handel gebracht werden.
Richard Armstark
Schärding
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