Heckenkönig ausgezeichnet

© Naturschutzbund

Eine bunte und vielfältige Kulturlandschaft mit heimischen Gehölzen bietet Lebensraum, Nahrung und Wanderkorridore für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Heckensteifen gliedern die Landschaft, halten Wind und Wasser ab und schützen den Boden. Uns Menschen liefern Hecken und Gehölzsäume vitaminreiche Früchte, die zu Marmeladen, Schnäpsen und anderen Spezialitäten verarbeitet werden können. Mit dem Einsatz für diese verbindenden Naturelemente fördert man die Vielfalt unserer Natur und stärkt auch deren Ökosystemleistungen.
Unter dem Motto „Jeder Quadratmeter zählt!“ rief der Naturschutzbund im Rahmen der Kampagne Natur verbindet zum Pflanzen und Erhalten von vielfältigen Gehölzstreifen auf und suchte dabei die im Sinne der Natur schönsten Hecken im ganzen Land. Österreichweit dürfen sich nun drei seit Jahren engagierte Bauern und die Jägerschaft St. Georgen bei Salzburg über die Auszeichnung freuen.
Als Oberösterreichischer “Heckenkönig“ wurde Ernst Junger aus Dorf an der Pram gekürt.

Äußerst artenreich
Die Hecken von Ernst Junger sind in Summe mehrere Kilometer lang und umgeben das gesamte Gelände seiner biologisch bewirtschafteten Baumschule. Heimische Wildsträucher wie Heckenrose, Liguster, Weißdorn, Kornelkirsche, Faulbaum, Sanddorn, Schneeball und viele mehr wurden vor zehn, manche sogar schon vor dreißig Jahren angepflanzt. Dazu kommen noch Uferstreifen rund um die Teiche am Gelände. Viele der Heckenabschnitte werden von Obstbäumen gesäumt. Mit einer beachtlichen Breite von bis zu acht Metern ist dieses Heckenreich der perfekte Windschutz und verbessert das Mikroklima, vor allem aber ist es auch ein Lebensraum für die unterschiedlichsten Tierarten.
Um auf die Bedeutung der Hecken in der Landschaft aufmerksam zu machen, findet jährlich ein Heckenfest bei Ernst Junger unter Mitwirkung des Naturschutzbundes statt.

„Hecken sind das Allerschönste – und zwar das ganze Jahr hindurch. Sie bieten Blütenpracht im Frühling und bunte Früchte im Herbst. Sie schützen vor Wind und dienen als Unterschlupf für alle möglichen Tiere wie Waldohreule oder Feldhase“, so der frischgekürte Heckenkönig aus Oberösterreich Ernst Junger.
Josef Limberger, Obmann vom Naturschutzbund Oberösterreich, gratuliert dem Gewinner ganz herzlich und bedankt sich bei ihm für sein Engagement: „Genau solche Menschen braucht es im Naturschutz“.

http://www.baumschulejunger.at/
https://www.naturverbindet.at/

Autor:

Michaela Groß aus Linz

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