Im Schloss Zell
Streuobstanbau und Siniweln sind Unesco-Kulturerbe

Am 6. Dezember 2024 fand im Schloss Zell an der Pram die Urkundenverleihung der neuen Elemente des nationalen Verzeichnisses des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes statt. | Foto: Rudolf Wiesner/Fotoclub Kirchheim
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  • Am 6. Dezember 2024 fand im Schloss Zell an der Pram die Urkundenverleihung der neuen Elemente des nationalen Verzeichnisses des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes statt.
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Der Streuobstanbau in Österreich zählt wie elf weitere Elemente offiziell zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Urkundenverleihung fand am 6. Dezember 2024 im Schloss Zell an der Pram statt. 

ZELL AN DER PRAM. "Durch diese Auszeichnung erfahren all jene Wertschätzung, die sich über Jahre und Jahrzehnte für den Erhalt von Streuobstwiesen und Bäumen in Österreich eingesetzt haben", freut sich Abgeordneter zum Nationalrat Manfred Hofinger über die Aufnahme des Streuobstanbaus in das Verzeichnis. "Streuobstwiesen liefern nicht nur wertvolles Obst, sondern prägen auch die Landschaft und spielen eine zentrale Rolle im Hinblick auf den Erhalt von Biodiversität und CO2-Speicherung", führt er aus. Die Eintragung der Unesco soll auch der Abnahme von Streuobstbeständen entgegenwirken. Denn von rund 35 Millionen Bäumen in den 1930-er Jahren ging deren Zahl bis heute auf rund 4,2 Millionen zurück. Hans Hartl, Botschafter der ARGE Streuobst, ist sich sicher: "Streuobst und seine Produkte können durch nichts ersetzt werden. Aber nur wenn die Bestände auch aktiv zur Produktion genutzt werden, können sie langfristig abgesichert werden."

Manfred Hofinger und Hans Hartl begrüßen den Eintrag des Streuobstbaus in das Verzeichnis des Immateriellen Unesco-Kulturerbes. | Foto: Hofinger
  • Manfred Hofinger und Hans Hartl begrüßen den Eintrag des Streuobstbaus in das Verzeichnis des Immateriellen Unesco-Kulturerbes.
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Siniweln und Tarock-Königrufen auch Kulturerbe

Neben dem Streuobstbau wurde im Schloss Zell/Pram auch noch Folgendes ins nationale Verzeichnis des Immateriellen Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen:

  • „Ausführen des Hauerfahns“ und der Hüterbaum in Wolkersdorf im Weinviertel (Niederösterreich)
  • Die Klang- und Spieltradition österreichischer Blasmusikkapellen (österreichweit)
  • Die Zunftbräuche der Zimmerinnen und Zimmerer von Windischgarsten (Oberösterreich)
  • Herstellung und Verwendung der Montafoner Trachten (Vorarlberg)
  • Loahmmandel der Region Steyr-Garsten, Enns- und Steyrtal (Niederösterreich, Oberösterreich)
  • Pestkerzenumzug am Umgangssonntag in St. Benedikten (Steiermark)
  • Siniweln. Wissen um den Rundholzblockbau mit dem Senkmodel (Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg)
  • Tarock-Königrufen (österreichweit)
  • Wissen um Holzschindelerzeugung - Schindel klieben/spalten (österreichweit)
  • Wissen und Praktiken der Hufschmiedinnen und Hufschmiede (österreichweit) 

Mehr Infos zur Verleihung finden Sie hier.

Am 6. Dezember 2024 fand im Schloss Zell an der Pram die Urkundenverleihung der neuen Elemente des nationalen Verzeichnisses des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes statt. | Foto: Rudolf Wiesner/Fotoclub Kirchheim
Manfred Hofinger und Hans Hartl begrüßen den Eintrag des Streuobstbaus in das Verzeichnis des Immateriellen Unesco-Kulturerbes. | Foto: Hofinger
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