Bürgerliste Schärding
"Wir sind gekommen, um zu bleiben"

Richard Armstark sieht die Bürgerliste als Ideenbringer. | Foto: Ebner
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Die Bürgerliste Schärding zog mit einem Mandat in den Gemeinderat ein. Doch was bringt das überhaupt?

SCHÄRDING. Darüber spricht Bürgerlisten-Gründer und Mandatar Richard Armstark. Zudem über Grüne-Themenschwerpunkte, die Sprache der Jugend – und wo sich die Bürgerliste in Zukunft sieht.

Herr Armstark, Sie sind einziger Mandatar der Bürgerliste im Gemeinderat. Hand aufs Herz – was bringt das?
Armstark: Die Bürgerliste besteht ja nicht nur aus einem Mann im Gemeinderat, sondern insgesamt aus fünf.

Wie meinen Sie das?
Weil vier weitere Leute Ersatzgemeinderäte und deshalb in zehn Ausschüssen vertreten sind. Dadurch können wir natürlich unsere Vorschläge und Ideen einbringen, und uns so auch Gehör verschaffen. Im Übrigen sehen wir uns ja auch als Ideenbringer, weil wir mit einem neuen Blick auf die ganze Sache schauen.

"Ja, vor allem was unser Programm betrifft. Hier haben wir uns vielen grünen Themen verpflichtet."

Sie sagen, dass sich die Bürgerliste stark Grün geprägt sieht. Was genau bedeutet das?
Ja, vor allem was unser Programm betrifft. Hier haben wir uns vielen grünen Themen verpflichtet.

Die da wären?
Etwa, den Ausbau der Photovoltaik forcieren und mit den Vorteilen des neuen Erneuerbaren Ausbaugesetzes zu verknüpfen. Das heißt, dort Photovoltaik-Anlagen auf Dächern zu montieren, wo es möglich ist, vor allem bei Neubauten. Oder die Neupflanzung der gefällten Kastanien im Grafenauer Park. Überhaupt wollen wir Schärding grüner machen.

Sie machen kein Geheimnis daraus, dass Sie für eine Zusammenlegung der drei Gemeinden Schärding, St. Florian und Brunnenthal sind.
Ja, was sich aber entwickeln muss und nicht verordnet werden kann. Eine Zusammenlegung hätte auf jeden Fall große Vorteile. Zum Beispiel bei der Stromgewinnung durch Photovoltaik. In einer erneuerbaren Energiegemeinschaft, in der sich Gemeinden, Bürger und Unternehmen nach dem neuen Ausbaugesetz zusammenschließen können. Der Vorteil ist, dass die Wertschöpfung der gewonnenen Energie im Ort bleibt und Produzenten wie auch Abnehmer in der Energiegemeinschaft profitieren.

Wäre das nicht auch ohne Zusammenlegung machbar?
Stimmt, deshalb schlagen wir für gemeindeüberschreitende Projekte auch einen eigenen Ausschuss für die drei Gemeinden vor. Dort könnten entweder die drei Bürgermeister oder die Gemeinderäte Themen für eine gemeinsame Stadtentwicklung besprechen. Reden kostet ja schließlich nichts.

Wofür will sich die Bürgerliste sonst noch einsetzen?
Für eine Verkehrsberuhigung des Unteren Stadtplatzes sowie die Einführung einer Bürgersprechstunde. Zudem würde ich mir eine Attraktivierung der Innsporne als Naherholungsgebiet wünschen. Und wir sind auch nach wie vor für die Errichtung des Schlossturms. Kurzum – wir wollen uns für ein attraktiveres Schärding einsetzen.

"Es wundert mich nicht, das viele Jugendliche von der Politik abgestumpft sind. Hier ist es wichtig, eine gemeinsame Sprache zu finden."

Apropos: Sie haben gesagt, die Bürgerliste soll auch nach außen hin verjüngt werden. Wie soll das gelingen? Was schwebt Ihnen da vor?
Es wundert mich nicht, dass viele Jugendliche von der Politik abgestumpft sind. Hier ist es wichtig, eine gemeinsame Sprache zu finden. Denn im Grunde ist ja alles, was wir machen, für die Zukunft unserer Jugend. Deshalb wollen wir auf die Jugendlichen zugehen und ihnen zuhören. Zudem fordern wir ein Jugendzentrum. Darüber hinaus sind wir auch bestrebt, für die Bürgerliste eine eigene Jugendgruppe auf die Beine zu stellen.

Also ist die Bürgerliste auf jeden Fall gekommen, um zu bleiben?
Logisch. Wir haben in unserem Team sehr gute und kluge Köpfe und wir werden uns nicht unterbuttern lassen. Unsere neue Website (hier entlang) hilft uns stark dabei. Schauen Sie, ich bin Obmann des Schärdinger Verschönerungsvereins. Als ich das Amt übernommen habe, hatten wir 23 Mitglieder. Heute sind es 70.

Richard Armstark sieht die Bürgerliste als Ideenbringer. | Foto: Ebner
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