12.04.2017, 17:00 Uhr

Wie sieht das Spital der Zukunft aus?

Thomas Diebetsberger, Kaufmännischer Direktor im Landeskrankenhaus Schärding (Foto: gespag)

Mit Hernien- und Tumorzentrum sowie angestrebtem Brustzentrum ist LKH Schärding bestens gerüstet.

SCHÄRDING (bich). 2016 wurden im Landeskrankenhaus Schärding rund 9.500 Patienten stationär versorgt. 80.000 Personen nahmen eine ambulante Behandlung in Anspruch. "Das beweist, dass sich die Menschen in unserer Region auf uns verlassen können", ist sich Thomas Diebetsberger, Kaufmännischer Direktor am LKH Schärding, sicher.
Damit dies auch so bleibt, sei es notwendig, die hohe Kompetenz in der Basisversorgung, die das Krankenhaus heute schon aufweist, zu halten und noch weiter auszubauen, meint Diebetsberger und bekräftigt: "Wir wollen auch in 50 Jahren noch die wichtigste Gesundheitseinrichtung für den Bezirk sein." Zukunftsweisende Behandlungsmethoden gäbe es, zählt Diebetsberger auf, in Schärding mehrere. So erreichte das Spital im Jahr 2016 etwa die Zertifizierung als Hernienzentrum. Die häufigen Hernienoperationen (Bruchoperationen) können dort jetzt wohnnah und qualitativ hochwertig durchgeführt werden.

Kooperationen notwendig
Richtungsweisend sei auch die Kooperation mit anderen Spitälern. "Wir sind Teil des trägerübergreifenden, interdiziplinären Tumorzentrums der gespag und des Ordensklinikums Linz. Die Patienten werden darin von einem Expertenteam, das sich aus Mitgliedern von regionalen Spitälern und Schwerpunktspitälern zusammensetzt medizinisch betreut und begleitet. Die Bündelung von Kompetenzen und Strukturen stellt eine optimale Behandlung sicher", konkretisiert Diebetsberger. Angestrebt werde derzeit außerdem eine Zertifizierung im gespag-weiten Brustzentrum.
Und wie sieht für Diebetsberger das Spital der Zukunft aus? "Das ist ein Ort, den der Patient nur aufsucht, wenn er es wirklich muss, etwa für eine Operation." Aus diesem Grund sei es relevant, den ambulanten Sektor, also den Bereich der niedergelassenen Ärzteschaft, zu stärken. Zur Diagnostik werden weiterhin IT-gestützte Hochleistungsgeräte zum Einsatz kommen, denkt der Spitalsfachmann. Ebenso und in noch stärkerem Ausmaß wie bisher moderne Informationstechnologien. "Es wird darauf ankommen, wie wir diese technologische Weiterentwicklung sinnvoll einsetzen", schließt Diebetsberger.
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