22.10.2017, 12:00 Uhr

LASK seit 1. Oktober in "Schärdinger Hand"

Der neue LASK Klubmanager Andreas Protil (l.) aus Freinberg mit Trainer Oliver Glasner aus Riedau. (Foto: Protil)

Seit 1.10. befindet sich mit Andreas Protil aus Freinberg ein zweiter Schärdinger in der Führungsriege des LASK.

FREINBERG, RIEDAU (ebd). Protil fungiert als neuer Klubmanager beim Linzer Bundesligisten. In den vergangenen Jahren war der 48-Jährige Geschäftsführer des Stadtmarketings in Traun. Zuvor war er im Bereich Sportmarketing tätig, wo er unter anderem beim FC Pasching mitwirkte. Protil ist damit neben Trainer Oliver Glasner aus Riedau der zweite Schärdinger in der Führungsetage des Linzer Traditionsvereins. Gekannt hatten sich die beiden vorher nicht, wie sie betonen. Und was ist die Aufgabe eines Klubmanagers? "Ich bin rein für den wirtschaftlichen und organisatorischen Teil tätig. Außerdem ist es meine Aufgabe, die Akademie organisatorisch aufzubauen", so Protil. Zudem ist der Freinberger Schnittstelle zwischen Verein, Bundesliga und ÖFB. "Im Grunde geht es darum, Strukturen aufzubauen und eine erfolgreiche Ära zu begründen."
Für Glasner ist die Verpflichtung Protils ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung. "Weil damit die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. Damit werden nicht nur die Wege kürzer, sondern damit kann ich jetzt auch Aufgaben abgeben – wie etwa Bewerbungsgespräche mit Masseuren oder Physiotherapeuten zu führen", plaudert Glasner aus dem Nähkästchen.

Präsident holte Protil

Zum LASK geholt hat Protil Präsident Siegmund Gruber, mit dem er bereits beim Trauner Stadtmarketing zusammengearbeitet hat. "Ich bin zwar erst ein paar Wochen im Einsatz, aber man sieht, dass hier ein sehr gutes Team am Werk ist." Zu Protils Aufgabenbereich zählt auch der geplante Stadionneubau. "Dass ein neues Stadion kommt, ist fix", so der Klubmanager. "Wir liegen im Zeitplan, denn 2022 muss darin gespielt werden. Aktuell befinden wir uns in der Phase der Standort-Evaluierung." Auf die Stadiongröße angesprochen, meinte er: "Um auch Länderspiele austragen zu können, gibt es die Kriterien, wonach das Stadion rund 17.000 Plätze bieten muss. In dieser Größenordnung wird es vermutlich auch liegen."

Stadion: Standortsuche läuft

Was die sportlichen Ziele betrifft, will Glasner die Mannschaft in den kommenden Jahren in den vorderen Rängen etablieren. "Heuriges Ziel ist es, dass wir als Aufsteiger gut durch die Saison kommen. Als nächsten Schritt wollen wir in der oberen Tabellenhälfte andocken – in Richtung Sturm Graz und Austria Wien. Wir wollen auf jeden Fall kein Strohfeuer sein, sondern unserer Tradition wieder gerecht werden." Auf die Frage, ob er als Riedauer sich auch mit dem Fußballernachwuchs im Bezirk Schärding beschäftige, meinte er: "Im Speziellen nicht, aber wir wissen schon, wo die guten Spieler sind."

Derby gegen Ried

Am Dienstag, 24. Oktober trifft der LASK im Cup auf die SV Ried. Für Glasner ein besonderes Spiel. Seit seinem Abgang im Mai 2015 ist es das erste Spiel für den Riedauer in Ried. Und welchen Empfang erwartet er sich? "Das hat sich alles wieder normalisiert. Ich habe einen guten Draht zu den Verantwortlichen und nach wie vor zu dem einen oder anderen Spieler. Ich wünsche mir deshalb, dass alles ordentlich und im Rahmen abläuft." Sportliches Ziel ist der Aufstieg in die nächste Cup-Runde. Und wo sieht er generell den Unterschied zwischen dem LASK und seiner alten Wirkungsstätte in Ried? "Im sportlichen Bereich nirgends, weil man es überall mit Menschen zu tun hat und die Erwartungen hoch sind. Was uns Ried voraus hat ist, dass sie in den vergangenen 22 Jahren rund 20 Jahre in der Bundesliga waren – und die Infrastruktur mit dem eigenen Stadion."
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