Neun Monate teilbedingte Haft für Alko-Lenker aus dem Bezirk Scheibbs

Der Verteidiger Egmont Neuhauser setzte sich für den Mandanten ein.
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  • Der Verteidiger Egmont Neuhauser setzte sich für den Mandanten ein.
  • Foto: Neuhauser
  • hochgeladen von Roland Mayr

BEZIRK SCHEIBBS. Als "exorbitant hohe Alkoholisierung" bezeichnete der Richter den Zustand eines 37-Jährigen, als dieser sich im Oktober 2016 mit 2,6 Promille in sein Fahrzeug setzte und auf der Heimfahrt in ein entgegenkommendes Fahrzeug krachte, dessen Beifahrer durch den Unfall schwer verletzt wurde.

Viel Alkohol konsumiert

"Da können Sie normalerweise gar nicht mehr gerade gehen", meinte der Richter zu der Menge an Alkohol, die der Beschuldigte in einem Lokal im Bezirk Scheibbs anlässlich einer Geburtstagsfeier konsumiert hatte. "Haben Sie darüber nachgedacht, wie Sie wieder nach Hause kommen?", fragte Herr Rat, der davon ausging, dass der Angeklagte öfter betrunken ein Auto lenke, zumal er bereits 2012 deshalb seinen Führerschein für einige Zeit abzugeben hatte.

Frau sollte nichts erfahren

Seine Frau hätte dies übernehmen können, doch laut Verteidiger Egmont Neuhauser, habe er ihr gegenüber nicht eingestehen wollen, wie viel er bereits getrunken hatte. "Jetzt trink ich gar nix mehr beim Arbeiten und geh auch nicht mehr fort", so der 37-Jährige, für den Neuhauser Befunde vorlegte, wonach die entsprechenden Werte durchaus für seinen Mandanten sprachen.
Der Alko-Lenker habe sich darüber hinaus sehr bemüht, dass das schwer verletzte 82-jährige Unfallopfer möglichst rasch durch die Versicherung entschädigt und der Schaden am Fahrzeug ersetzt wurde. Außerdem gebe es bereits Vereinbarungen für Regresszahlungen.

Keine Chance auf Milderung

"Sie haben keine Chance auf ein milderes Urteil", legte der Richter dem Angeklagten nahe, die Strafe im Ausmaß von neun Monaten, davon sechs bedingt, anzunehmen. Dieser verzichtete auf weitere Rechtsmittel, zumal auch ein Fußfessel-Vollzug im Rahmen der Möglichkeiten sei. Auch Staatsanwalt Patrick Hinterleitner akzeptierte, womit das Urteil rechtskräftig ist.

Der Verteidiger Egmont Neuhauser setzte sich für den Mandanten ein.
Der Staatsanwalt Patrick Hinterleitner bei der Verhandlung.

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