Bezirk: Steuerreform bringt Geld

Der Arbeitnehmerbund aus dem Bezirk Scheibbs sieht in der Steuerreform Vorteile.
  • Der Arbeitnehmerbund aus dem Bezirk Scheibbs sieht in der Steuerreform Vorteile.
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BEZIRK SCHEIBBS. Mit 1. Jänner ist nun endgültig die größte Steuerreform der Zweiten Republik in Kraft getreten – diese bringt den Menschen jeden Monat mehr Geld.

1.000 Euro mehr pro Jahr

"Insgesamt fließen 5,2 Milliarden Euro in die Entlastung der Menschen. Vom Lehrling über die Arbeitnehmer, Alleinerziehende, Unternehmer bis zu den Pensionisten – alle profitieren von der Steuerreform mit durchschnittlich 1.000 Euro mehr pro Jahr", betont NÖAAB-Landesobmann Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka.

Neu gestaltete Tarifstufen

Kernstück der Reform bilden sechs neu gestaltete Tarifstufen, daher ist Bezirksobfrau Gabriele Langsenlehner überzeugt, dass alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen die Entlastung spüren werden.
Der Eingangssteuersatz sinkt von 36,5 auf 25 Prozent und gilt nicht nur für die Lohnsteuer sondern auch für die Einkommensteuer.
Familien profitieren von der Verdoppelung des Kinderfreibetrages und Erhöhung der Familienbeihilfe sowie von der Anhebung des Verkehrsabsetzbetrages auf 400 Euro, Unternehmen von der Verdoppelung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung, der Anhebung der Forschungsprämie oder der Vereinfachung der Lohnverrechnung.
Für Pensionisten ist erstmalig eine Steuergutschrift für Niedrigverdiener vorgesehen. Hier werden im Rahmen der Rückerstattung der Sozialversicherungsbeiträge bis zu 110 Euro ausbezahlt. Insgesamt wird das Steuersystem vereinfacht und Ausnahmeregelungen beseitigt. Neben der automatischen Kinderbeihilfe, die es bereits seit Mai 2015 gibt, wird ab 2017 die automatische Arbeitnehmerveranlagung eingeführt, die zu einer wesentlichen Verwaltungsvereinfachung und mehr Service für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler führen wird.

Viele positive Effekte

Von der Steuerreform werden weitere Positiveffekte erwartet. Nicht nur, dass die Österreicher ab jetzt mehr Geld bekommen, auch der private Konsum soll ansteigen, was letztlich auch zu einer Steigerung des Wirtschaftswachstums führt und zusätzlich 20.000 neue Arbeitsplätze bringen wird.
"Mit der Steuerreform ist ein erster Schritt gesetzt. Nun folgt eine Lohnnebenkostensenkung in Höhe von rund einer Milliarde Euro ab dem Jahr 2016. Zudem liegt bereits von Finanzminister Hans Jörg Schelling ein Vorschlag zur Bekämpfung der kalten Progression vor. So soll in Zukunft der Staat bei Gehaltserhöhungen nicht mehr mitverdienen. Die Lohnerhöhung soll künftig den Arbeitnehmern alleine gehören", betont Landtagsabgeordneter Anton Erber.

Autor:

Roland Mayr aus Scheibbs

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