Lehre mit 43 Jahre
„Ich bin stolz, wenn Abteilungen sagen: Sie brauchen den Martin“
- Martin Steinbichl arbeitet in der Tischlerei der GW Tirol und übernimmt dort vielfältige Aufgaben im Arbeitsalltag. Besonders wichtig ist ihm die selbstständige Arbeit, bei der er seine handwerklichen Fähigkeiten täglich einbringt und weiterentwickelt.
- Foto: arbas/Wolchowe
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Ein Arbeitsalltag zwischen Werkstatt, Berufsschule und persönlicher Weiterentwicklung – unterstützt durch die Berufsausbildungsassistenz von arbas Tirol.
SCHWAZ. Neustart und persönliche Einblicke. Martin Steinbichl ist 43 Jahre alt und kommt aus Jenbach. In seiner Freizeit reist er gerne, vor allem auf Kurztrips. Sein letztes Reiseziel war Bruck an der Leitha, das er als besonderen und schönen Ort beschreibt. Außerdem gehört Hund Melly, ein Terrier-Mischling, zu seinem Alltag. Mit ihr ist er viel unterwegs und geht gerne wandern.
Der Weg in die Tischlerlehre
Der Wunsch, eine Lehre zu absolvieren, bestand bei Martin schon länger. Mit Unterstützung von arbas Tirol holte er zunächst den Hauptschulabschluss nach und begann anschließend den Weg in die Lehrausbildung.
- Martin Steinbichl ist in der Tischlerei der GW Tirol tätig und arbeitet dort in verschiedenen Bereichen des Arbeitsalltags mit. Er schätzt besonders die Vielfalt seiner Aufgaben und die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.
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Vor seiner Tätigkeit bei der GW Tirol arbeitete er bereits als Hilfsarbeiter in mehreren Tischlereien sowie beim PSP. Seinen ersten Tag in der Lehre erlebte er nicht als völlig neu, da er zuvor bereits ein Praktikum in der GW Tirol absolviert hatte. Diese Vorerfahrung gab ihm Sicherheit. Anfangs gab es dennoch Unsicherheiten, besonders im Hinblick auf die Berufsschule. Unterstützt wurde er dabei von Günter von der arbas Berufsausbildungsassistenz, der mit ihm die Berufsschule vorab besichtigte. Dadurch konnte Martin das erste Lehrjahr erfolgreich abschließen.
Arbeitsalltag in der Tischlerei
Der Arbeitstag beginnt für Martin um 7 Uhr mit einer Besprechung mit Lehrlingsausbilder Matthias. Danach werden die Lehrlinge den jeweiligen Arbeitsbereichen zugeteilt.
Zu seinen Aufgaben gehört es, Materialien und Maschinen zu prüfen und anschließend mit dem jeweiligen Arbeitsauftrag zu beginnen. Besonders gerne arbeitet Martin im Bereich Praktikum und Montage, da er dort unterwegs ist und viel Neues lernt. Zu seinen Höhepunkten in der Arbeit zählt das Verleimen von Teilen bei einer Getreidemühle, bei der am Ende alles exakt gepasst hat. Auch das sorgfältige Arbeiten war für ihn anfangs eine Herausforderung. Durch Übung und Erfahrung hat er sich jedoch weiterentwickelt und fühlt sich sicherer.
Sein erstes Berufsschuljahr hat er erfolgreich abgeschlossen, worauf er besonders stolz ist – vor allem, weil er nur einen Dreier im Zeugnis hat.
- Matthias Heis bildet bei der GW Vomp Lehrlinge aus und begleitet Martin intensiv: Er erklärt ihm alle Arbeitsschritte und schenkt ihm großes Vertrauen.
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Team und Arbeitsumfeld
Die Zusammenarbeit in der Werkstätte beschreibt Martin als respektvoll, hilfsbereit und mit gutem Zusammenhalt. Besonders hebt er seinen Lehrlingsausbilder Matthias hervor, der ihm täglich neue Handgriffe zeigt, etwa Zinken und Gehrungsschnitte für Bilderrahmen.
Das Arbeitsumfeld erlebt er als abwechslungsreich und wertschätzend. Er schätzt besonders, dass ihm selbstständiges Arbeiten zugetraut wird und er für seine Verlässlichkeit Anerkennung erhält. Ein besonderes Erlebnis ist für ihn, wenn andere Abteilungen gezielt nach ihm fragen, weil sie seine Arbeit schätzen und wissen, dass auf ihn Verlass ist.
Unterstützung durch die Berufsausbildungsassistenz
Die Berufsausbildungsassistenz von arbas Tirol begleitet Martin während seiner gesamten Ausbildung. Günter unterstützt ihn sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Gemeinsam wurde unter anderem ein Wegetraining durchgeführt, um den Arbeitsweg sicher zu gestalten.
Auch in herausfordernden Situationen steht er als Ansprechpartner zur Verfügung. Martin nutzt diese Unterstützung regelmäßig – sowohl, um Erfolge zu teilen als auch um bei Unsicherheiten gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Diese Begleitung half ihm auch dabei, den Hauptschulabschluss nachzuholen und seinen Ausbildungsweg zu starten.
Perspektiven und persönliche Botschaft
Für die Zukunft verfolgt Martin das Ziel, die Lehrabschlussprüfung (LAP) erfolgreich zu absolvieren und den Gesellenbrief zu erlangen. Danach möchte er sich weiterbilden und den Tischlereitechniker machen, bei dem unter anderem CNC-Programmierung eine Rolle spielt.
Persönlich bedeutet ihm dieser Weg sehr viel – auch, weil seine Familie stolz auf seine Entscheidung ist.
Seine Botschaft an andere Menschen, die später neu beginnen möchten: Man soll positiv denken, neugierig bleiben und sich trauen, etwas Neues zu starten. Es sei nie zu spät für einen neuen beruflichen Weg.
- Neuer Weg in der Tischlerei: Martin überzeugt im Arbeitsalltag
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Begleitung durch arbas – Einschätzung aus der Praxis
Günter Schnitzer von der arbas Berufsausbildungsassistenz beschreibt Martin als lernwillig und offen. Durch seine positive Haltung und seine Entwicklung trage er selbst wesentlich zu seinem Fortschritt bei. Es bereite Freude, ihn auf seinem Weg begleiten zu dürfen.
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