LehreCheck aus dem Zillertal
Neue Plattform bringt Jugendliche und Lehrbetriebe digital zusammen

Maximilian Petz und Patrick Bergher sind die Gründer von LehreCheck.  | Foto: Klixpert
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  • Maximilian Petz und Patrick Bergher sind die Gründer von LehreCheck.
  • Foto: Klixpert

Wie finden Jugendliche heute den passenden Beruf? Die neue Plattform LehreCheck wurde von zwei jungen Zillertalern entwickelt und bietet Eltern und Jugendlichen in Tirol einen digitalen Kompass durch den Dschungel der dualen Ausbildung.

ZILLERTAL/TIROL. Die Berufswahl fordert viele Jugendliche und ihre Eltern heraus. Broschüren landen oft ungelesen im Papierkorb. Die klassische Berufsberatung wirkt auf viele Jugendliche weit weg vom echten Arbeitsalltag. Die jungen Zillertaler Maximilian Petz und Patrick Bergher gründeten deshalb die Plattform LehreCheck. Sie bringt Jugendliche, Eltern, Schulen und Lehrbetriebe digital zusammen.

Karrierewege einfach erklärt

Neben praktischen Matching-Tools bietet das Portal fundierte Informationen für Mütter und Väter. Visualisierte Karrierepfade und übersichtliche Gehaltsvergleiche zeigen auf, welche langfristigen Chancen die duale Ausbildung heute eröffnet. Ein besonderes Feature der Plattform ist der Zukunfts-Check. Er veranschaulicht nachvollziehbar, warum handwerkliche und soziale Kompetenzen auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz unverzichtbar bleiben.

Die Gründer bauen damit Vorurteile ab. Sie geben der Lehre den Stellenwert zurück, den sie als solides Fundament für berufliches Selbstvertrauen und Eigenverantwortung verdient. Der erste Betrieb, die erste Ausbildung und die ersten Erfahrungen mit Arbeit prägen junger Menschen stark. Mitgründer Maximilian Petz betont, dass diese Zeit den eigenen Blick auf Verantwortung und Zukunft stark beeinflusst. Für Patrick Bergher gilt die Ausbildung im Betrieb längst nicht mehr als Ausweichplan. Er bezeichnet die Lehre als erstklassigen Karriereweg mit unendlichen Möglichkeiten.

In drei Schritten zur passenden Lehrstelle

Das System holt die Jugendlichen genau dort ab, wo sie stehen. Der Weg zum Beruf gliedert sich in drei einfache Schritte. Wer noch unschlüssig ist, findet zuerst heraus, ob er lieber praktisch anpackt, strukturiert plant oder im Team arbeitet. Jugendliche testen, wo sie sich wohlfühlen – sei es auf der Baustelle, im Büro oder in der Werkstatt. Die Plattform gleicht Stärken und Interessen mit über 350 Lehrberufen ab. Das Ergebnis zeigt einen genauen Match-Score inklusive aktuell offener Lehrstellen und Schnupperplätze aus der Region. Dadurch werden auch kleinere Tiroler Lehrbetriebe vor Ort schnell sichtbar.

Das Prinzip funktioniert auch umgekehrt. Betriebe, die sich eintragen lassen, schlagen das System genau jenen Jugendlichen vor, deren Profil perfekt zu ihnen passt.

Einsatz in Schulen und praktische Nutzung

Lehrkräfte nutzen das Tool künftig auch im Schulunterricht. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern dadurch einen spielerischen Einstieg in die Berufsorientierung. Da die Plattform vollständig für das Smartphone optimiert ist, bedienen die Jugendlichen sie unterwegs genauso unkompliziert wie am Computer. Patrick Bergher betont, dass den Gründern die schnelle und unkomplizierte Bedienung von unterwegs sehr wichtig war. Die Plattform startet mit einem regionalen Schwerpunkt in Tirol und ist ab sofort österreichweit und kostenlos erreichbar.

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