Sauberes Trinkwasser
Millionen-Investition in Kaltenbach/Neuhütten sichert das Trinkwasser
- v.l.n.r: BgmStv Ing. Martin Luxner, Franz Klocker, Bgm Klaus Gastieger, Maria Fischler, Pfarrer Mag. Tobias Höck und DI Dominik Schier.
- Foto: Gemeinde Kaltenbach
Nach heftigen Unwettern und Versorgungsengpässen stemmt die Gemeinde Kaltenbach eine Millioneninvestition. Ein Projekt im Wert von 1,4 Millionen Euro macht die Trinkwasserversorgung in Neuhütten und am Äußeren Emberg krisensicher.
KALTENBACH (red). Extreme Unwetter zeigten zuletzt schmerzhaft, dass sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit bleibt. Besonders die vor fünfzig Jahren errichtete Trinkwasserversorgung im Ortsteil Neuhütten auf rund 1.800 Metern Seehöhe geriet nach heftigen Unwettern im August 2024 stark unter Druck. Routineuntersuchungen offenbarten Wasserrückstände und Trübungen. Die Verantwortlichen leiteten das betroffene Wasser sofort ab. Die Firma AEP übernahm die technischen Vorbereitungen und Aufarbeitungen. Eine UV-Anlage sowie eine technische Überbrückung sicherten die Versorgung über die Wintersaison. Im Sommer 2025 starteten die umfassenden Bauarbeiten an der Trink- und Feuerlöschversorgung durch die Firma Hochtief.
Neuer Wasserbehälter sorgt für Sicherheit
Ein entscheidender Meilenstein folgte Ende Oktober 2025 mit der Anlieferung des neuen Wasserbehälters, der siebzigtausend Liter fasst. Im Sommer des darauffolgenden Jahres endeten die Bauarbeiten. Im September lief der Probebetrieb der neuen Pumpanlage an. Ein wesentlicher Teil des Wassers fließt nun auch in das restliche Gemeindegebiet.
Die Gemeinde setzte bei der Wasserversorgungsanlage Neuhütten umfassende Modernisierungen um. Arbeiterinnen und Arbeiter sanierten sämtliche Hochzillertalquellen eins bis fünf mit fünfzehn Quellästen und errichteten zwei Quellsammelschächte neu. Der neue Hochbehälter verfügt über eine Schieberkammer, zwei Wasserkammern und eine moderne UV-Anlage. Ein hundertfünfzig Meter langes Druckrohrleitungssystem ersetzt den bisherigen Freispiegelabfluss. Zudem entstanden eine neue Pumpstation samt drei zusätzlicher Hydranten sowie modernste Steuerungstechnik.
Arbeiten am Äußeren Emberg
Parallel liefen die Baumaßnahmen im Bereich Äußerer Emberg auf Hochtouren. Zwischen November 2025 und August dieses Jahres erneuerte ein Team die Ableitung der Wasserversorgung bis zum Mühlenweg. Dort entstanden zwei neue Druckreduzierschächte und ein dreihundertfünfzig Meter langes Druckrohrleitungssystem. Die Baumaßnahmen verbessern die Löschwasserabdeckung deutlich und binden zusätzliche Versorgungsobjekte an. Arbeiter verlegten gleichzeitig Breitband-Leerrohre.
Feierliche Inbetriebnahme im Oktober
Pfarrer Tobias Höck segnete die erneuerte Anlage Ende Oktober in einem feierlichen Festakt. Bürgermeister Klaus Gasteiger nahm die Anlage im Beisein von Bürgerinnen und Bürgern, der Bevölkerung sowie Vertretungen der ausführenden Firmen symbolisch in Betrieb.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro. Der Gemeinderat gab die Finanzierung im Oktober 2025 frei. Das Land Tirol unterstützte das Großprojekt finanziell maßgeblich. Bürgermeister Klaus Gasteiger betont die Bedeutung der Maßnahme: „Ohne entschlossenes Handeln wird Wasser knapper, teurer und umkämpfter; es gehört in die Verwaltung der öffentlichen Hand.“
Das könnte dich auch interessieren
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Aktuelle Nachrichten aus Schwaz auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.