Vom Foto zur Dokumentenerstellung
Tirol treibt digitale Verwaltung voran
- Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sind wesentliche Merkmale der Foto-Self-Service-Stationen.
- Foto: BH Schwaz
- hochgeladen von Maximilian Sprenger
Tirol hat den nächsten Schritt in Richtung digitale Verwaltung gesetzt: Der Prozess der Ausweiserstellung läuft nun flächendeckend an allen Bezirkshauptmannschaften digital ab. Was früher mit Schere, Klebstoff und Papier verbunden war, funktioniert heute effizient, serviceorientiert und weitgehend automatisiert – mit spürbaren Vorteilen für BürgerInnen und Verwaltung gleichermaßen.
Vom Foto bis zum Reisepass: Ein durchgängiger digitaler Ablauf. Was lange Zeit ein umständlicher Ablauf mit mehreren Arbeitsschritten war, ist nun stark vereinfacht: BürgerInnen können ihre Ausweisfotos direkt vor Ort an einer Foto-Self-Service-Station erstellen. Diese werden automatisch in die behördlichen Systeme übernommen und unmittelbar für die Dokumentenerstellung verwendet.
Die ursprünglich von der Bezirkshauptmannschaft Schwaz entwickelte Lösung ist inzwischen flächendeckend in Tirol im Einsatz. Nach der Einführung in Schwaz stehen die Stationen nun auch in den Bezirkshauptmannschaften Imst, Landeck und Kitzbühel zur Verfügung. Damit ist der digitale Prozess landesweit ausgerollt.
Gleichzeitig bleibt die Wahlfreiheit erhalten: Passfotos von FotografInnen werden weiterhin akzeptiert – sowohl als digitale eBilder als auch in klassischer analoger Form.
„Ein Termin, ein Ort, ein reibungsloser Ablauf“
Für Tirols Landeshauptmann Anton Mattle ist die landesweite Umsetzung ein bedeutender Schritt:
"Mit der landesweiten Umsetzung setzt das Land Tirol einen weiteren Meilenstein auf dem Weg hin zu einem modernen und effizienten Bürgerservice. Der Tirol Konvent steht für konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen. Die vollständige Digitalisierung des Prozesses zeigt, wie Verwaltungswege vereinfacht und Behördengänge gebündelt werden können: ein Termin, ein Ort, ein reibungsloser Ablauf.“
- LH Anton Mattle.
- Foto: MeinBezirk/SPRENGER
- hochgeladen von Maximilian Sprenger
Das Projekt ist Teil des Tirol Konvents, der gezielt Maßnahmen zur Digitalisierung und Entbürokratisierung der Verwaltung vorantreibt.
Deutliche Zeitersparnis im Alltag
Wie groß der Effekt der Digitalisierung ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Pro Antrag werden im Schnitt zwei bis drei Minuten eingespart.
Michael Brandl, Bezirkshauptmann von Schwaz, erklärt:
„Mit dem Projekt ‚BürgerInnenservice 2.0‘ haben wir den Ausweiserstellungsprozess umfassend digitalisiert. Die innovative Foto-Self-Service-Station ermöglicht die Erstellung biometrischer Fotos direkt vor Ort, die automatisch in die Dokumentenerstellung eingebunden werden. Dadurch entfallen mehrere Arbeitsschritte – das mühsame Ausschneiden und Aufkleben von Passfotos sowie das Ausdrucken und Einscannen von Anträgen gehören der Vergangenheit an.“
- BH von Schwaz: Michael Brandl
- Foto: Foto: Walpoth
- hochgeladen von Dietmar Walpoth
Allein im Bezirk Schwaz werden im Jahr 2026 rund 10.000 Reisepässe neu ausgestellt. Daraus ergibt sich eine Zeitersparnis von über 330 Stunden – das entspricht etwa acht Arbeitswochen. Gleichzeitig werden MitarbeiterInnen spürbar entlastet, was angesichts steigender Anforderungen im Bürgerservice zusätzliche Bedeutung gewinnt.
Vorbild über Tirol hinaus
Die in Schwaz entwickelte Lösung hat bereits überregionale Aufmerksamkeit erlangt: Für das Projekt wurde die Bezirkshauptmannschaft mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2025 ausgezeichnet.
Landeshauptmann Mattle betont den Modellcharakter:
„Die Erfahrungen aus Schwaz zeigen, dass digitale Prozesse nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern. Das Land Tirol bleibt damit Vorreiter in der digitalen Transformation der Verwaltung.“
Barrierefrei und mehrsprachig
Ein besonderer Fokus liegt auf der Zugänglichkeit: Die Fotoboxen sind barrierefrei gestaltet und bieten ausreichend Platz für Menschen mit Rollstuhl. Eine aufklappbare Sitzbank sowie Haltegriffe erleichtern die Nutzung zusätzlich – etwa für ältere Menschen.
Auch sprachliche Hürden werden reduziert: Neben Deutsch stehen die Funktionen der Stationen auch auf Englisch zur Verfügung. Für die Nutzung entstehen den BürgerInnen keine zusätzlichen Kosten.
Mit der flächendeckenden Einführung zeigt Tirol, wie Digitalisierung konkret im Alltag wirkt: schneller, einfacher und näher an den Bedürfnissen der Menschen.
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