Tradition
Am Aschermittwoch kommt Heringssalat auf den Tisch

Brückenwirt Chefin Justi Wakonig servierte Johanna Wilscher und Peter Zwettler aus Spittal Heringsalat.
2Bilder
  • Brückenwirt Chefin Justi Wakonig servierte Johanna Wilscher und Peter Zwettler aus Spittal Heringsalat.
  • Foto: Dorfer
  • hochgeladen von Thomas Dorfer

Heringssalat gilt als traditionelles Aschermittwoch-Essen.

BEZIRK SPITTAL. Der Aschermittwoch leitet die 40-tägige Fastenzeit bis zu den Ostern ein. Wir üben uns in den kommenden Wochen im Verzicht, insbesondere wird Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten, während der Fastenzeit, abgeschworen. Bei vielen Menschen kommt am Aschermittwoch traditionell Heringsalat am Tisch. Diese Speise galt in der Bevölkerung früher als „Arme-Leute-Essen“, da der saure Fisch sehr günstig war. Außerdem ist der Fisch ein Symbol, das an Christus erinnert.

Zwei Drittel Fisch

Auch in vielen Gastbetrieben im Land steht der Heringsalat am Aschermittwoch auf der Speisekarte, unter anderem beim Brückenwirt in Spittal/Drau. Dort wird bei der Herstellung des Heringsalats bereits seit Jahrzehnten die selbe Rezeptur verwendet. Justi Wakonig, die mit ihrer Schwester Ilse Jury den Brückenwirt führt, verrät: "Unser Heringsalat besteht zu zwei Drittel aus Fisch, denn die Leute wollen vor allem den Fisch schmecken."

Drei verschiedene Sorten

Es werden drei verschiedene Heringssorten verwendet, traditionell sind dies Heringslappen, geräuchertes Heringsfilet und Matjesfilet. Dazu kommen gekochte, geschälte und zu kleinen Würfelstücken geschnittene heimische Kartoffel. Die Erdäpfel liefert übrigens Familie Neuschitzer vulgo Aichholzer aus Molzbichl. Weiters werden noch eine kleine Menge an weißen Bohnen und fein aufgeriebene Äpfel sowie jeweils eine Spur Pfeffer, Senf und Mayonnaise der beliebten Delikatesse beigemischt. "Vor allem das Erdäpfel schneiden ist sehr zeitaufwendig" weiß die Wirtin. Anschließend muss der Heringsalat, am besten über Nacht, im Kühlschrank kühl gestellt werden.

Heringsalatsaison

Im Brückenwirt in der Lieserstadt startet die Heringsalat-Saison jedes Jahr am 7. Jänner. Der letzte Heringsalat wird von Justi Wakonig und ihrem Team traditionell am Aschermittwoch den Gästen aufgetischt. Wer in den Genuss des Traditionsgerichts kommen möchte, der hat heute, Mittwoch, also unter anderem beim Brückenwirt die Chance dazu. Mein Tipp: Sehr empfehlenswert!

Zur Sache

Der Brückenwirt in der Lieserstadt wurde im Jahr 1962 von Hermine und Josef Rieger gegründet und wird mittlerweile in dritter Generation von den Schwestern Justi Wakonig und Ilse Jury geführt. Die Beiden sind mit ihrem 25-köpfigen Team fast 365 Tage im Jahr für ihre Gäste aus Nah und Fern da. "Nur zu Ostern halten wir den Betrieb für zwei Tage geschlossen, da fahren wir mit der ganzen Familie in die Therme", berichtet die Chefin.
Das Gasthaus bietet insgesamt 130 Gästen Platz und verfügt über 19 Zimmer. Im Sommer lädt die Terasse mit Blick auf die Lieser und die umliegenden Berge zum Verweilen ein. In der Küche kommen nur frische, qualitativ hochwertige, heimische Produkte in den Kochtopf. Die gutbürgerliche Küche mit Kärntner Schmankerln und nationalen Gerichten wird von Einheimischen und Gästen geschätzt und geliebt.

Brückenwirt Chefin Justi Wakonig servierte Johanna Wilscher und Peter Zwettler aus Spittal Heringsalat.
Brückenwirt-Team: Chefin Ilse Jury, die Schwestern Amela und Amina sowie Senior-Chefin Renate Rieger.
Autor:

Thomas Dorfer aus Spittal

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen