Bürgermeister-Wechsel in Radenthein
Armin Egger übernahm Ruder von Michael Maier
- Ex-Bürgermeister Michael Maier und Neo-Bürgermeister Armin Egger am ersten Tag nach der Übergabe.
- Foto: MeinBezirk/Karlbauer
- hochgeladen von Philip Karlbauer
In Radenthein gab es Donnerstag in der Gemeinderatssitzung einen Wechsel an der Spitze der Gemeindepolitik. Armin Egger übernahm das Amt als Bürgermeister von Michael Maier.
RADENTHEIN. "Ich habe gut geschlafen", sagte Neo-Bürgermeister Armin Egger mit einem Schmunzeln auf die Frage, wie die ersten Stunden als Radentheiner Bürgermeister waren und fügte an: "Der Wechsel in der Gemeinderatssitzung war sehr harmonisch, es herrschte gute Stimmung und für mich selbst ist es natürlich sehr aufregend, dass ich das Amt, wissend, dass die Fußstapfen groß sind, übernehmen darf." Die Gelassenheit des Ex-sowie des Neo-Bürgermeisters ließ sofort erkennen, dass der Wechsel schon über lange Zeit vorbereitet wurde und das eingespielte Team, das Maier aufbaute, nun vollkommen hinter Egger steht. "Ich übernehme aber keinesfalls als 'Jungspund', da ich bereits elf Jahre in der Gemeindepolitik tätig bin. In den letzten fünf Jahren als Vizebürgermeister habe ich zudem viel mitbekommen, das Rüstzeug mitbekommen und viel von Michael lernen dürfen. Daher weiß ich schon, was auf mich zukommt", betont Egger.
Ressourcen vor Ort gut nützen
Für den 1989 geborenen Radentheiner ist es vor allem wichtig, so unabhängig wie möglich von Launen von Diktatoren und Präsidenten zu sein. "Wir müssen unsere Ressourcen vor Ort gut nützen. Vor allem im Bereich Trinkwasser und Energieversorgung müssen wir die Zügel selbst in der Hand haben", sagt Egger. Der Neo-Bürgermeister will zudem erhalten, was in den letzten Jahrzehnten, speziell in der Versorgungssicherheit, aufgebaut wurde und sukzessive weiterentwickeln. Momentan geht es aber darum, die gute Lebensqualität zu erhalten.
Trinkwasserkraftwerk in der "Pipeline"
Von Kleinigkeiten bis zu Großprojekten gibt es in Radenthein zahlreiche Ideen, die natürlich nahtlos weiterverfolgt werden. Eines der Großprojekte, das schon länger am Köcheln ist, ist das Trinkwasserkraftwerk. Egger: "Hier setzen wir laufend Schritte, um die Versorgungssicherheit weiter absichern zu können. Wir wollen selbst Energie produzieren und damit auch die Trinkwasserversorgung "mitsanieren". Das ist jetzt in mittlerer Zukunft realistisch, dass wir das umsetzen können und es ist sicher eines der größten Themen, die anstehen." Die Quellen dazu befinden sich am Mirnock, hier wurde in den letzten Jahren viel in die Quellfassungen investiert. "Da geht es jetzt darum, dass wir die Druckleitung vom Berg ins Tal sanieren müssen und anstatt Druckregulierern kommen dann Turbinen rein", schildert Egger.
Mit starkem Team in die Zukunft
Das bestehende Team von Maier unterstützt Egger weiterhin und es ist niemand abgesprungen. "Alle sind motiviert, weiterzuarbeiten und das freut mich sehr. Natürlich sollen aber auch jungen Leute eingebaut werden", so Egger, der im Team durch kompetente Leute aus allen Bereichen auf viel Fachwissen zurückgreifen kann. Maier wünscht seinem Nachfolger nur das Beste: "Wir waren ein "Super-Team" und werden auch in Zukunft ein "Super-Team" bleiben. Ich bin weiterhin Gemeinderat der Stadtgemeinde und werde mich in meiner Funktion als Landtagsabgeordneter natürlich mit bestem Wissen und Gewissen für Radenthein und Oberkärnten einsetzen. Das sehe ich in Zukunft als meine Aufgabe und meinen Beitrag für die Gemeinde, ich freue mich und der Zeitpunkt für den Wechsel fühlt sich nach zwei Perioden gut an."
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