Die Taurisker Weine sind sein großer Erfolg

Alois Lugger in seinem Wein-Paradies auf 760 Metern
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Rot- und Weißwein gedeiht prächtig auf der sonnigen Mölltalleit'n bei Alois Lugger, dem Weinpionier Oberkärntens

OBERVELLACH (des).  Alois Lugger ist kärntenweit einer der Pioniere unter den Winzern. Sein Weingut in Dürnvellach in 760 Meter Seehöhe besteht mittlerweile seit rund 25 Jahren. Jetzt ist seine Eigenmarke "Taurisker Wein" als Ried (Lagenbezeichnung) beim Katasteramt registriert und anerkannt worden. 

Pilzresistente Rebsorten

Im Durchschnitt keltert der Hobbywinzer auf seiner 500 Quadratmeter großen Fläche rund 350 Liter Rot- und Weißwein jährlich. Wobei er den Rotwein bevorzugt. Seine 560 Rebstöcke, in den Sorten Regent, Roesler, Sauvignon Blanc und Zweigelt, gedeihen auf Urgesteinsboden in Südlage. "Das gibt den Geschmack und die Mineralität", erklärt Lugger. Er hat sich für sehr pilzresistente Rebsorten entschieden, die in der Seehöhe besser gedeihen als der Kerner. Da ihm biologischer und ökologischer Weinbau sehr wichtig ist, kommen an seine Pflanzen nur Kompost, Mist und Mulch. "Ansonsten lasse ich die Regenwürmer für mich arbeiten", so Lugger. 

Ein Pionier

In Kärnten erlebt der Weinbau erst seit ungefähr fünfzehn Jahren wieder einen großen Aufschwung. Als sich Lugger 1995 nach seiner Pensionierung entschloss, seinen Garten zum Weinbaugebiet umzuwandeln, wurde er von vielen belächelt. Doch mit viel Geschick, Idealismus und Herzblut hat er es verstanden, sich einen Namen zu machen. Für den ehemaligen Postler ist der Anbau und die Pflege eines Weinberges eine Freude. "Ich bin gerne an der frischen Luft", meint Lugger, der 2007 als 70-Jähriger den Kilimandscharo und kürzlich, mit 80 Jahren, den Ortler bestiegen hat.

Prämierte Weine

"Qualität liegt vor Quantität", predigt er und legt großen Wert, seine Weine an Wettbewerben teilnehmen zu lassen. Seit 2009 erfolgt eine Prämierung nach der anderen.

Landessieger

Doch den größten Erfolg erzielte er mit seinem Zweigelt 2014. Dieser klassische österreichische Rotwein schaffte es bei einer Blindverkostung von 90 Weinen, zum Landessieger gekürt zu werden. In seinem Miniweinkeller haben alle Auszeichnungen einen Platz gefunden.

Unverfälschter Geschmack

Lugger baut seinen Rotwein leicht säuerlich, blumig und trocken aus. Beim Abfüllen verwendet er einen groben Filter, damit ein gutes Naturprodukt entsteht. Die Reife erlebt sein Wein in alten gebrauchten Fässern, die ebenfalls zur Geschmacksnote beitragen.

Die Weinernte

2018 war ein gutes Jahr mit einer hohen Qualität, aber einer geringen Quantität, verrät Lugger. Wie es dieses Jahr wird, kann er natürlich noch nicht wissen, doch durch den warmen März und April sind die Früchte schon sehr weit.

Autor:

Deborah Schumann aus Spittal

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