Bauarbeiten zum Radweg
Lieserschlucht bis Ende Mai wieder gesperrt

Am 10. Februar beginnen die Bauarbeiten | Foto: MeinBezirk.at
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Das aufwendigste Radwegprojekt des Landes geht in finale Phase. Die Bauarbeiten werden ab 10. Februar wieder aufgenommen. Für die Arbeiten ist eine Totalsperre der Lieserschlucht bis Ende Mai notwendig.

SPITTAL. In diesem Frühjahr werden die Bauarbeiten am Lieserschlucht-Radweg fortgeführt. Ab 3. Februar beginnen die Vorarbeiten zur Einrichtung der Baustelle und der Umleitungsstrecke, der eigentliche Baustart erfolgt am 10. Februar. Ab diesem Zeitpunkt ist die Schlucht bzw. die B99 Katschberg Straße in diesem Bereich dann für rund vier Monate gänzlich für den Verkehr gesperrt. Im Juni wird sie einseitig in Fahrtrichtung Seeboden befahrbar sein, in den Sommermonaten Juli, August und September wird die Sperre gänzlich aufgehoben.

Umleitung

Um den Verkehr während der gesamten Bauzeit möglichst flüssig abzuwickeln, wurde ein detailliertes Umleitungskonzept von Verkehrsplanern, Behörden und Sachverständigen des Landes entwickelt und mit den Anrainergemeinden Spittal und Seeboden abgestimmt. Die Umleitungsstrecke für PKW wird über die L10 Trebesinger Straße eingerichtet. Für LKW mit Anhänger und Sattelkraftfahrzeuge sowie Radfahrer gilt in dieser Zeit ein Fahrverbot über den Fratres.

Kreisverkehr am Neuen Platz

In Spittal wird erneut ein Kreisverkehr eingerichtet, um den Kreuzungsbereich am Neuen Platz (B99 Katschberg Straße/L10 Trebesinger Straße/10. Oktober Straße) bestmöglich zu regeln. Die Umleitung des überregionalen Radwegs R9 erfolgt von Spittal über die 10. Oktober Straße zum R1-Drauradweg und weiter über St. Peter in Holz/Teurnia zum R9A über Lurnbichl und Lieserbrücke nach Seeboden. Das Marienheim ist zunächst nur von Seeboden, in den Folgejahren dann von Spittal aus ständig erreichbar.

Vorgesehene Sperren der Lieserschlucht:

  • Totalsperre: Anfang Februar bis Ende Mai, Anfang Oktober bis Ende November:
  • Halbseitige Sperre: Juni, Dezember und Jänner. Einbahnregelung von Spittal in Richtung Seeboden, Umleitung über L10 für Fahrtrichtung nach Spittal
  • ·Keine Sperre: Juli, August, September

Neuer Radweg

„Wir haben bei dem Bauzeitplan größtmögliche Rücksicht auf die Bedürfnisse vor Ort genommen. In der Schlucht zu bauen, ist aber technisch sehr herausfordernd. Dafür müssen wir die Bevölkerung und Betriebe vor Ort um Verständnis ersuchen. Sie bekommen dafür am Ende eine seit Jahrzehnten ersehnte, sichere Radverbindung durch die Lieserschlucht und einen in Österreich einzigartigen Radweg“, betont Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber. Herzstück des Projekts ist nämlich die Errichtung von Kragplatten, die über die Lieser hinausragen und auf denen die Radler unterwegs sein werden.

Mehrere Bauphasen

Die Umsetzung wird in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Pro Jahr können 700 bis 800 Meter des insgesamt 2,4 Kilometer langen Wegs errichtet werden. Die Arbeiten beginnen bei der Ortseinfahrt von Spittal, wo der Radweg mit einer Rampe flussseitig bis aufs Niveau der Fußgängerbrücke (Liesersteg) über die Lieser und dann weiter auf Kragplatten entlang der Ufermauer geführt wird. Die Breite der Auskragung über die Lieser wird im Verlauf durch die Schlucht unterschiedlich sein, beträgt im Schnitt 1,5 Meter, in Teilabschnitten sogar 3,5 Meter, etwa in der Lerchbaumerkurve. Eine weitere Herausforderung wird der Bauabschnitt bei der Lieserbrücke darstellen, die für die Radwegeinbindung verbreitert werden muss. Über eine neu zu errichtende Rampe wird der Radweg schlussendlich in Richtung Gmünd eingebunden.

Anspruchsvolle Planung

„Die gesamte Radwegführung ist technisch schwierig und hoch komplex. Ich danke daher allen, die dabei in der Planung großartige Arbeit geleistet haben und in der anspruchsvollen weiteren Bauausführung mitwirken“, unterstreicht Gruber. Die Fertigstellung des Radwegs ist Mitte 2028 vorgesehen. Da die Schlucht auf Wunsch der Region nur monateweise gesperrt wird, verlängert sich natürlich auch die Gesamtbauzeit. Hinzu kommt ein aufwändiges, von der Behörde verordnetes Entwässerungsprojekt für die anfallenden Oberflächenwässer, das parallel umgesetzt werden muss. Nach Abschluss der Arbeiten am Radweg wird dann noch die gesamte Fahrbahn der B99 Katschberg Straße durch die Schlucht neu asphaltiert.

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