Dorfschenke Stall: Anlaufstelle für Fliegenfischer

Gerhard Liebhart steht ein- bis zweimal in der Woche in der Möll und geht dem Fliegenfischen nach | Foto: KK/Liebhart
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  • Gerhard Liebhart steht ein- bis zweimal in der Woche in der Möll und geht dem Fliegenfischen nach
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STALL (ven). Gerhard Liebhart hat eine Nische für sich und sein Gasthaus entdeckt: Die Dorfschenke in Stall im Mölltal ist der Hotspot für Fliegenfischer aus dem In- und Ausland.

1997 Verein gegründet

1997 gründeten er und weitere Fliegenfischer den heute rund 20 Mitglieder starken "Fischereiverein Bachforelle". "Davor hab ich normal gefischt, das Fliegenfischen war erst im Kommen" sagt er. Der Sport fasziniert ihn, er kann damit sehr gut entspannen. "Am Wasser stehen, da bin ich richtig geerdet. Es wurde wirklich zu meiner Leidenschaft", sagt er.

Nische gefunden

Das Gasthaus gibt es - laut ersten Aufzeichnungen - seit mindestens 1924, sein Vater kam 1956 hier her. "Nun hab ich es seit rund 40 Jahren. Mit meiner Frau Renate und vier Mitarbeitern haben wir touristisch eine Nische gefunden und etwas gemacht", sagt er. Mit dem Fliegenfischen spricht er eine bestimmte Gästeschicht an. "Es wird ja immer enger mit den Freizeitangeboten, man muss sich spezialisieren, sonst verliert man den Anschluss", so der Gastwirt. 

Naturbelassene Fische

Für Liebhart macht es außerdem einen Unterschied, ob die Fische nur gefangen oder dann auch gegessen werden. "Die ersten Gäste gingen zum Fischen und kamen ohne Fische heim. Ich hab dann gefragt, ob sie nicht erfolgreich waren." Sie hätten hunderte gefangen, aber alle wieder - nach dem Motto 'catch and release' - freigelassen.
Naturbelassene Fische seien hier das Ziel. "Sie werden nicht in großen Becken gezüchtet und dann in der Möll freigelassen, sondern wachsen auch dort auf. Dass genügend Laichplätze vorhanden sind, ist ein wichtiger Faktor. Natürliche Fische sind schöner, stärker und auch viel interessanter zu fangen. Es macht großen Spaß, einen Fisch mit 20 bis 25 Zentimetern Länge zu landen, wie es in der Fachsprache heißt." Eine Herausforderung ist es für ihn, den Fisch zu überlisten und mit dem eigenen gebundenen Köder zu locken. "Der Fisch ist ja auch nicht blöd. Wenn er schon einmal am Haken war, wird er das nächste Mal vorsichtiger und misstrauischer sein", lacht Liebhart. 

Köder wie Insekten

Der Haken, mit dem die Fische dabei angelockt werden, sei dabei ohne Widerhaken, damit man die Fische wieder leicht aushaken und auch freilassen kann. Dabei gibt es drei Arten von Ködern, die Insekten nachgeahmt sind und auf den Haken aufgebunden werden. Daher auch der Name "Fliegenfischen": Nympen, Trockenfliege und die Nassfliege. "Auch Heuschrecken sind ein guter Köder", ergänzt er. Abgesehen haben es die Fliegenfischer dabei vorwiegend auf die Regenbogenforelle, die Bachforelle und die Esche, die allesamt in der Möll vorkommen. 

Mit der Natur verbunden

Für Liebhart macht die Fischerei deshalb so viel Spaß, weil er damit mit der Natur voll und ganz verbunden ist. "Am See sitzt man im Boot, plaudert vielleicht miteinander und wartet, bis einer anbeißt. Beim Fliegenfischen hat man keine Zeit zum Ratschen, da ist man ständig in Bewegung, steht im Wasser und der Bewegungsablauf dabei muss schon auch stimmen", erklärt er. 

20 Betten

Rund ein- bis zwei Mal in der Woche kommt er selbst noch zum Fischen, ansonsten wartet das Gasthaus mit 20 Betten auf ihn, wo auch bereits die Frage nach einem Betriebsnachfolger im Raum steht. Während der Fischereisaison ist der Betrieb, der auch direkt am Alpe-Adria-Trail liegt, ein Vollverpfleger und hat fast ganzjährig geöffnet. Liebhart organisiert für Interessierte auch Schnupperfischen mit Ausrüstung sowie zwei- bis dreitägige Fischereikurse. 

Mehr Beiträge im Rahmen unseres Schwerpunktes "Leben mit Wasser": www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

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