14.10.2014, 11:33 Uhr

Den Garten fit für den Winter machen

Der Winter steht vor der Tür und es ist an der Zeit die Gärten auf den ersten Frost vorzubereiten

SEEBODEN, STEINFELD (aju). "Der Garten ist mein grünes Wohnzimmer und sollte deshalb besonders gepflegt werden", erklärt Andreas Wieser, Chef von "Garten mit Esprit" in Steinfeld. Im Herbst sollte man deshalb mit den Vorbereitungen auf den Winter beginnen, um auch im Frühjahr wieder Freude am eigenen Garten zu haben.

Gartengeräte

"Ich sehe mich als Innenarchitekt des grünen Wohnzimmers und deshalb ist es wichtig, dass meine Geräte in Schuss bleiben", erklärt Andreas Wieser. Um dafür zu sorgen, dass auch die verschiedensten Werkzeuge den Winter gut überstehen, sollte man einige Dinge beachten. Motorbetriebene Werkzeuge werden meist mit vollem Tank eingewintert, um die Bildung von Kondenswasser und somit das Rosten des Tanks zu verhindern. Schnittwerkzeuge hingegen müssen gesäubert und eingeölt werden. "Bei Geräten jedoch, die einen elektrischen Starter haben, geht man auf Nummer sicher, wenn man die Batterie ausbaut und in einem beheizten Raum lagert", so Wieser.

Wasser im Garten

Gartenbewässerungen und Gartenschläuche sind besonders anfällig für Frost und müssen deshalb entleert werden. "Bei größeren Wasserflächen, wie Teichen oder Biotopen, sollte ein Netz darüber gespannt und das Laub entfernt werden", erklärt Wieser. Bei Wasserspielen und dergleichen sollte die Pumpe entfernt werden.

Erster Frost

"Vor dem ersten Frost sollten Kübelpflanzen näher am Haus platziert werden", so Karl Winkler senior von der Gärtnerei Winkler in Seeboden. Pflanzen wie Oleander oder Palmen können an der geschützten Hausmauer so bis Ende Oktober im Freien bleiben. Danach sollte man sie an einem geheizten, nicht zu dunklen Raum lagern und wenig gießen.

Im November

Anfang November sollten abgestorbene, mehrjährige Blumen, wie Margeriten oder Pfingstrosen, zurück geschnitten werden. Wer im Frühjahr hingegen einen saftigen, grünen Rasen möchte, sollte auf Kalidünger zurückgreifen. Auch sollte der Rasen frei von Laub sein um kahle Stellen zu vermeiden. "Außerdem ist es ab November an der Zeit, Ribisel, Johannisbeeren und dergleichen zu schneiden. Wenn diese nämlich zu stark gefroren sind, brechen die Äste ab", erklärt Winkler.

Herbst ist Pflanzzeit

Wer im Frühling möglichst viele Blüten im Garten haben möchte, sollte im Herbst bereits dafür vorsorgen. Blumenzwiebel wie die von Tulpen oder Narzissen sollten vor dem ersten Frost unter die Erde. "Auch die verschiedensten Baumarten müssen jetzt schon gepflanzt werden und danach gut gewässert werden", informiert Winkler.

Tipps für dekorativen Garten im Winter von Andreas Wieser

Taxen sind dekorativer: Wer nicht nur Laub oder Kompost als Abdeckung seiner Pflanzen haben möchte, kann auch auf Tannen- oder Fichtenzweige zurückgreifen.
Ziersträucher zusammenbinden: Dies schützt vor Schnee und sieht optisch schöner aus.
Gräser stehen lassen: Für diejenigen die ihren Garten auch im Winter dekorativ gestalten wollen, ist es ratsam Gräser zusammenzubinden oder stehen zu lassen, da sie so eine gute Winteroptik abgeben.

Ratschläge für spezielle Pflanzen von Karl Winkler

Stammrosen: Sollten nicht in die Erde gebogen sondern zurück geschnitten werden. Danach deckt man die Krone mit Moos, Fließ oder einem Papiersack ab.
Buchsbäume: Müssen vom Schnee entlastet werden um eine Deformierung zu verhindern.
Bambuspflanzen: Können mit Ziergräsern zusammengebunden werden, dies schützt und ist dekorativ.
Rhododendron: Sollte nicht überdacht werden sonst wird er zu trocken und verbrennt in der Frühjahrssonne.
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