12.02.2018, 10:37 Uhr

Arthur Primus neuer Sprecher des Regionalforums

Der neue Sprecher des Regionalforums Oberkärnten Arthur Primus (Europlast) und sein Vorgänger Klaus Raunegger (Merck) (Foto: KK/Regionalforum)

Klaus Raunegger übergibt nach fünf intensiven Jahren an Geschäftsführer von Europlast.

BEZIRK SPITTAL. Nach fünf Jahren an der Spitze und Erfolgen wie der HTL-Klasse für Mechatronik in Spittal übergibt Klaus Raunegger die Rolle des Sprechers des Regionalforums Oberkärnten an Arthur Primus, den neuen Geschäftsführer von Europlast in Dellach.

Gute Ideen und Einsatz

“Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass man mit guten Ideen und dem nötigen Einsatz auch für so genannte periphere Regionen einiges erreichen kann”, resümiert Klaus Raunegger, Geschäftsführer von Merck Spittal, nach fünf Jahren als Sprecher des Regionalforums Oberkärnten. “Nicht alles hat so gut geklappt wie die Etablierung einer HTL-Mechatronik-Klasse in Spittal ab dem Schuljahr 2016/2017”, sieht er noch viel Arbeit auf sein Forum zukommen.

2013 begonnen

Bei einem Treffen am Standort Möllbrücke der Ortner Reinraumtechnik ließ Raunegger die fünf intensiven Jahre revuepassieren. Begonnen hat alles im Jahr 2013 mit einer kleinen Runde von Produktionsbetrieben und einer Bestandsaufnahme. Als besondere Stärke des Standorts wurden vor allem die engagierten und loyalen Mitarbeiter erkannt, als Schwäche die hohe Abwanderung von Jungen aus der Region und die signifikant niedrigere Innovations- bzw. Investitionsbereitschaft der Betriebe.

Zukunftsprogramm für Oberkärnten

Daraus wurde ein Zukunftsprogramm entwickelt, von dem vor allem Maßnahmen für den drängenden Fachkräftemangel prioritär in Angriff genommen wurden. Spektakulärster Erfolg war hier zweifellos die Etablierung einer HTL-Klasse für Mechatronik in Spittal. Auch sonst wurden die Kontakte mit den Schulen intensiviert, um den Jugendlichen die Berufschancen im Bezirk aufzuzeigen.
Eine weitere wichtige Aktivität waren Workshops mit dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfond (KWF), um neue Perspektiven für Zulieferbetriebe zu eröffnen. Das Regionalforum hat sich auch bei den Bürgermeisterwahlen mit einer Fülle von Themen eingebracht. Bei großen Hürden wie einem Verkehrskonzept für Spittal und die Umlandgemeinden oder einem neuen Raumordnungskonzept, das die Region auch für die Ansiedlung neuer Betriebe attraktiv macht, ist leider wenig gelungen.

Ausbau der B100 steht aus

Der so wichtige Ausbau der B100 (Drautal-Bundesstraße) steht trotz massiver Intervention der Anrainergemeinden weiterhin aus. Ebenso ist die Hauptwirtschaftsachse im Export und für den Tourismus weiterhin mit einer Sondermaut belegt. Hier erwartet sich Raunegger in der nächsten Legislaturperiode der Kärntner Landesregierung dringend mehr Umsetzungstempo. Auch in der Versorgung mit breitbandigem Internet dürfe auf Oberkärnten nicht vergessen werden. Digitalisierung sei die Zukunft, und die brauche eine entsprechende Infrastruktur.

Arthur Primus übernimmt

Raunegger sieht Oberkärnten und vor allem das Drautal als wichtigen Bestandteil des Kärntner Zentralraums. Unter dem Motto „Oberkärnten neu denken“ hat er mit dem Regionalforum, in dem alle größeren Unternehmen Oberkärntens vertreten sind, eine Plattform entwickelt, die der Landes- und Regionalpolitik strategische Visionen für Oberkärnten aufzeigt aber auch konkrete Projekte zur Umsetzung bringt. Raunegger übergibt nun das Staffelholz des Sprechers an Arthur Primus, seit dem Vorjahr Geschäftsführer von Europlast, einem der Leitbetriebe des oberen Drautals.
Der 45-jährige Wirtschaftsingenieur für Maschinenbau möchte am gemeinsam erarbeiteten Zukunftsprogramm des Regionalforums festhalten und ist froh, dass ihm Raunegger weiter mit Rat und Tat zur Seite steht. Aus der Sicht der Betriebe im oberen Drautal hat für ihn der rasche Ausbau der B 100 erste Priorität, darüber hinaus eine Neupositionierung des Image des Landes Kärnten als agiler Wirtschaftsstandort und Knotenpunkt Europas mit der Region Oberkärnten als wesentlichem Teil davon.
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