Bürgerplattform sammelte weitere 230 Unterschriften gegen Altoonapark-Projekt
"Grün ist die Farbe des Herzens"

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Bürgerplattform Pro St.Pölten sammelt weitere 230 Unterschriften gegen KiKuLa-Projekt im Altoonapark.

ST. PÖLTEN (ag). Am Donnerstag herrscht reges Treiben in der Innenstadt - es ist Markttag und viele St. Pöltner nutzen den Vormittag zum Einkaufen und Schlendern. Die Gruppe der Bürgerplattform "Pro St. Pölten" formiert sich an der Ecke Kremsergasse/Domgasse für eine Kundgebung. Das Team rund um Obfrau Ulrike Zöchling hat heute ein Ziel - die St. Pöltner für eine Unterschrift gegen das geplante "KiKuLa" im Altoona-Park zu gewinnen. Viele der vorbeigehenden Passanten kennen das 15-köpfige Team, man begrüßt sich mit Vornamen und viele bleiben stehen und unterstützen das Vorhaben. Manch andere winken mit der Begründung ab: "Da habe ich schon längst unterschrieben", oder, "danke, kein Interesse." Eine ältere Dame unterschreibt das Papier und murmelt: "Da mache ich mit, weil es um jeden grünen Baum in der Stadt schade ist."

Grün ist die Farbe des Herzens

Ulrike Zöchling ist Apothekerin in St. Pölten, und sie kämpft für das Vorhaben, weil es laut ihr gerade jetzt in Zeiten von Corona ein wesentlicher Aspekt ist, dass die Menschen hinaus an die frische Luft, in die freie Natur gehen, um gesund zu bleiben und Kraft zu tanken. "

Corona ist eine Krankheit, die unsere Lunge befällt und genau diese müssen wir in solchen Zeiten stärken"

, so die Obfrau beim Lokalaugenschein der Bezirksblätter. Ein offener Brief an den Bürgermeister und an das Land und etliche Unterschriftenaktionen (bis dahin wurden 1.000 Unterschriften gesammelt) gingen der Aktion letzte Woche bereits voraus. Zöchling hofft, dass die Politik ob des regen Widerstandes der St. Pöltner Bürger hier ein Einlenken andenkt. "Wir wollen ein Mitspracherecht und die Politik sicher nicht verärgern. Es geht uns um unsere Stimme, die gehört werden soll und gerade in Zeiten von Corona sollte man von so einem Projekt absehen - es geht um einen der letzten Grünräume mit Altbaumbestand."

Naherholungsgebiet

Das geplante KiKuLa soll, wie berichtet, im Altoona-Park in St. Pölten errichtet werden. Gäbe es Alternativvorschläge der Bürgerplattform? "Ja, wir sehen zum Beispiel den Südpark bei der Grillparzerschule als geeignete Alternative", so Zöchling. Johann Hochreiter ist Bewohner des "Betreuten Wohnheimes" in der Nähe des Altoonaparks. Auch er ist heute gekommen, um seine Unterschrift auf die Liste zu setzen. Im Bezirksblätter-Gespräch erklärt er, welche Bedeutung dieser Park für viele Bewohner habe.

"Er ist ein Naherholungsgebiet. Viele von uns sind mobil eingeschränkt und haben im Park die Möglichkeit, frische Luft zu schnappen oder mit unseren Haustieren eine Runde zu drehen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe Kinder und bin ihnen ein solches Labor vergönnt, aber dieser Standort wäre völlig verkehrt."

Mammutbaum soll bleiben

Am Freitag luden die Stadt St. Pölten und das Land Niederösterreich zu einer Veranstaltung im Zuge der Architekturausschreibung. Stadtplaner Jens de Buck: „Der Mammutbaum hat aufgrund seines Alters und der Größe einen besonderen Stellenwert im Altoona-Park. Er bleibt daher als identitätsstiftendes Element erhalten."

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