Tierheim St. Pölten
Hinter jeder Tür eine Geschichte, viele Tiere suchen noch ein Zuhause
- MeinBezirk Redakteurin Tanja Handlfinger zu Besuch im Tierheim St. Pölten.
- Foto: Bischof
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MeinBezirk Redakteurin Tanja Handlfinger lernte beim Rundgang durch das Tierheim St. Pölten Vergabe-Tiere kennen.
ZENTRALRAUM/ ST. PÖLTEN. Leises Rascheln, vorsichtige Bewegungen und neugierige Blicke: Gleich zu Beginn des Rundgangs durch das Tierheim St. Pölten zeigt sich, wie viel Leben hinter den Türen steckt. Bei den Kaninchen wartet eine besonders zutrauliche Gruppe auf ihre Chance – Fluppi, Luna und Butterblume. Alle drei sind verspielt, zutraulich und dennoch noch immer auf der Suche nach einem Zuhause.
- MeinBezirk Redakteurin Tanja Handlfinger zu Besuch im Tierheim St. Pölten.
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Schwerverletzt und verschmust
Wenige Schritte weiter wird es stiller. In der Katzenquarantäne leben aktuell unter anderem sogenannte „Bruchkatzen“. Zwei von drei Tieren werden hier versorgt, abgeschirmt vom restlichen Bestand. Besonders berührend ist die Geschichte von Lela: Die junge Katze wurde mit gebrochenen Unterschenkeln gefunden und in der Tierklinik St. Pölten operiert. Trotz ihrer Vorgeschichte zeigt sie sich verschmust und zutraulich. In frühestens sechs Wochen kann sie in Wohnungshaltung vermittelt werden – umso überraschender, dass sich bisher kein Besitzer gemeldet hat. Alles deutet darauf hin, dass sie einst ein Zuhause hatte.
- Lela ist schwerveletzt, aber eine sehr freundliche und verschmuste Katze. Sie sucht in ca. sechs Wochen ein neues Zuhause als Wohnungskatze.
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Auch erfreuliche Nachrichten gibt es: Hündin Susi konnte nach einem ungeplanten Wurf, bei dem sie Unterstützung benötigte, wieder zu ihrem Besitzer zurückkehren. Für ihre Welpen steht ebenfalls ein Happy End bevor – sie werden in Kürze in neue Zuhause vermittelt.
53 Hunde suchen ein Zuhause
Weniger entspannt ist die Lage bei den Hunden: Mit derzeit 53 Tieren ist das Tierheim punkto Hunde ausgelastet. Vor allem im Winter sinkt die Nachfrage nach Adoptionen, während gleichzeitig immer mehr Tiere unüberlegt angeschafft und später abgegeben werden. Allein im Hundebereich gibt es wöchentlich zwischen zehn und zwölf Anfragen zur Abgabe. Häufig führt auch falscher Umgang zu Problemen – hier setzt das „Tierische Klassenzimmer“ an, das besonders bei Schulen auf großes Interesse stößt.
Ein Eindruck bleibt besonders präsent: Hinter jedem Tier steckt eine Geschichte – und die Hoffnung auf ein neues Kapitel.
- Susi hatte einen kurzen Aufenthalt im TSV St. Pölten und konnte ihrem Besitzer wieder übergeben werden. Redakteurin Tanja Handlfinger konnte sie übergeben.
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Das Tierische Kinderzimmer
Das Tierische Klassenzimmer kurz erklärt: In Kleingruppen erfahren Kinder Wissenswertes zu den Bedürfnissen tierischer Mitlebewesen – auf Du und Du mit ausgewählten Schützlingen und kompetent begleitet von den TSV-Experten. Mehr dazu unter tsvstp.at.
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