Solidarität in St. Pölten
Mahnwache nach Attentat, ein starkes Zeichen gegen Hass
- Im Mittelpunkt der Mahnwache standen Trauer, Zusammenhalt und der Einsatz für Menschenrechte.
- Foto: Fegerl
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Mit einer Mahnwache am Rathausplatz setzten rund 40 Menschen in St. Pölten am Freitagabend, 31. Juli, ein Zeichen der Solidarität. Sie gedachten der Opfer des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day und sprachen sich gegen queerfeindliche Gewalt sowie jede Form von Extremismus aus.
NÖ/ST.PÖLTEN. Am St. Pöltner Rathausplatz versammelten sich rund 40 Menschen, um der beim Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day getöteten 65-jährigen Frau sowie den mehr als 30 Verletzten zu gedenken. Im Mittelpunkt der Mahnwache standen Trauer, Anteilnahme und Solidarität mit den Betroffenen.
Ein Beitrag des Büros für Diversität der Stadt St. Pölten wurde verlesen. Darin wurde daran erinnert, dass nur wenige Stunden vor der Nachricht über den Anschlag gemeinsam mit ST. PRIDE das fünfte Jubiläum der St. Pöltner Pride gefeiert worden war. Die Botschaft lautete: „Wir werden nie aufhören, die Liebe zu feiern – und dadurch immer stärker sein als der Hass.“
- Mit einer Schweigeminute setzten die Teilnehmer ein Zeichen der Solidarität sowie gegen queerfeindliche Gewalt und Extremismus.
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Auch ein schriftliches Statement von Vizebürgermeister Michael Kögl wurde vorgetragen. Darin betonte er, dass die Rechte von LGBTIQ-Personen unabhängig von den Hintergründen eines Angriffs verteidigt werden müssten. Zugleich warnte er davor, den Anschlag für rassistische oder parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren.
Appell für Menschenrechte & Zusammenhalt
Oskar Beneder, Obmensch des Vereins ST. PRIDE, erinnerte in seiner Rede an die Opfer und ihre Angehörigen sowie an alle Menschen, für die der Anschlag Ängste und Erinnerungen an frühere Gewalterfahrungen ausgelöst habe.
Er verurteilte die islamistische Ideologie hinter dem Anschlag und sprach sich gleichzeitig gegen den Versuch aus, die Tat politisch zu instrumentalisieren. Beneder betonte, Menschenrechte seien nicht teilbar und dürften nicht für rassistische Politik missbraucht werden.
- Die Mahnwache am St. Pöltner Rathausplatz setzte ein Zeichen für Solidarität und gegen Hass.
Oskar Beneder, Obmann von ST. PRIDE, sprach über Zusammenhalt, Menschenrechte und den Kampf gegen Extremismus. - Foto: Fegerl
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Zudem machte er auf die zunehmende Bedrohung queerer Menschen aufmerksam. Die Community fordere keine Sonderrechte, sondern das Recht, ohne Angst leben, sichtbar sein und frei lieben zu können.
Den Abschluss der Mahnwache bildete eine Schweigeminute. Die Teilnehmer gedachten der Getöteten, der Verletzten sowie aller Menschen, die Opfer von Queerfeindlichkeit, Hass und Gewalt wurden.
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