LGBTIQ

Beiträge zum Thema LGBTIQ

Psychologie und Psychotherapie / Coming Out
Transsexuell/transident: Wenn Kinder trans* sind

Für Angehörige von Transmenschen kann es schwer sein, zu akzeptieren, dass ein geliebter Mensch transident ist. Auch Angehörige vollziehen einen Prozess des Coming Outs, in dem sie sich gegenüber anderen Menschen, FreundInnen und Familienmitgliedern als Eltern oder Geschwister eines Transmenschen outen. Dieser Prozess ist noch schwerer, wenn Angehörige mit Transidentität nur schlecht umgehen können. Werden sie dann durch negative, klischeehafte Darstellungen und mediale Berichte über...

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Psychologie und Psychotherapie / Coming Out
FAQ zu Transgender/Transidentität: Ändert ein trans* Mensch seine sexuelle Orientierung, wenn er beginnt, in der Rolle des anderen Geschlechts zu leben?

Nein. Allerdings erlebe ich auch in Fachkreisen und unter professionellen Helfer*innen immer wieder das Missverständnis, dass die sexuelle Orientierung sich ändere, wenn ein Mensch seine Geschlechterrolle wechselt. Hier wird die die Dimension der sexuellen Orientierung mit der Dimension der Geschlechtsidentität vermischt. . Transidentität ist also eine andere Dimension, wobei die meisten Transmenschen heterosexuell zu ihrem biologischen Geschlecht sind. Ein Beispiel: Florian verliebt sich in...

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Aidshilfe Salzburg/Psychologie
Sexuelle Gesundheit von Trans* und nicht-binären Personen

Trans*Personen haben selbstverständlich und grundsätzlich dieselben gesundheitlichen Bedürfnisse, wie sie in der Gesamtbevölkerung vorliegen. Unter Umständen werden diese Bedürfnisse durch spezifische Aspekte wie eine Hormontherapie oder operative Eingriffe erweitert. Nichtdestotrotz weisen (sofern vorliegend) internationale Studien darauf hin, dass Trans*Personen überproportional häufig gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind, auch im Bereich der sexuellen Gesundheit. Dies betrifft z.B....

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trans*, transgender, transsexuell und transident
Transidentität in Psychologie und Psychotherapie

Transgender-Lebensweisen, Transidentität und Transsexualität stellen in der Psychologie und Psychotherapie nach wie vor ein Randthema dar. In diesem Podcast-Interview stelle ich die psychologische Hilfe und Psychotherapie mit trans* Personen und deren Angehörigen vor. Das Wesentliche in der Arbeit mit trans* Menschen ist dabei, Gefühle und Bedürfnisse immer ernst zu nehmen. Das sollte eigentlich in jeder Psychotherapie bei jedem Menschen selbstverständlich sein. Allerdings erleben gerade...

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Psychologie und Coming Out
Findet in schwulen Partnerschaften Fremdgehen häufiger statt?

Nein, denn Promiskuität ist ein menschliches Phänomen und kein spezifisch homosexuelles. Der Vorwurf des häufigen Partnerwechsels und der Promiskuität kann sogar eine Projektion derjenigen sein, die abgelehnte sexuelle Impulse bei homosexuellen und bisexuellen Männern bekämpfen. Zu Bedenken ist auch, dass zahlreiche ethnologische Befunde darauf hinweisen, dass beim Menschen nicht von einer biologisch angelegten Monogamie gesprochen werden kann. Vielmehr formen erst Kultur und Sozialisation die...

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Psychologie und Gesellschaft
Homophobie weltweit

Homophobie ist die Angst vor gleichgeschlechtlicher Sexualität und Liebe und äußerst sich in Scham, Ekel, Aggression und Gewalt. Homophobie hat historische, soziale, kulturelle und psychologische Ursachen und wird von homo- und bisexuellen Menschen oft verinnerlicht, wenn diese in einem homophoben Umfeld aufwachsen (vgl. Rauchfleisch; Wiesendanger). Homophobie ist im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem weltweiten Problem geworden (vgl. Rauchfleisch). Das Beispiel Afrika führt uns vor Augen,...

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Psychologie und Psychotherapie / Coming Out
Transidentität/Transgender: Was sind die Voraussetzungen für die Änderungen des Personenstandes und den Start der Hormonbehandlung?

Grundsätzlich brauchen Sie die Stellungnahme eines Facharztes für Psychiatrie, dass bei Ihnen „Transsexualität“ vorliegt und die Empfehlung eines Sie begleitenden Psychotherapeuten, dass aufgrund ihrer Transidentität mit der Hormonbehandlung begonnen werden sollte. Die Psychotherapie sollte mindestens über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten stattfinden (wobei die Häufigkeit der Sitzungen nicht festgelegt ist). Die psychotherapeutische Behandlung ist entsprechend dem Ausmaß des...

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Psychologie und Psychotherapie / Coming Out
Transidentität/Transgender/trans* Menschen und Psychotherapie

Transidentität ist eine gesunde Variante menschlicher Identität und stellt keine psychische Erkrankung dar. Dennoch ist eine begleitende Psychotherapie eine Voraussetzung für hormonelle und chirurgische Maßnahmen. Dies stellt streng genommen einen Widerspruch dar, weil Psychotherapie ein Verfahren ist, um psychische Erkrankungen (etwa Depressionen oder Angststörungen) zu behandeln. Insofern ist eine zu absolvierende Psychotherapie problematisch, sie wird aber von der aktuellen Gesetzeslage...

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Psychologie und Psychotherapie
Meine Motivation mit Transmenschen zu arbeiten - Teil 3

Heute konfrontieren mich meine transidenten Klientinnen und Klienten immer wieder mit meinen eigenen Konstrukten und meinem Verständnis von Männlichkeit und Weiblichkeit. Als Sozialwissenschaftler und Psychotherapeut weiß ich natürlich, dass Genderrollen und was wir unter „männlich“ oder „weiblich“ verstehen stark von der jeweiligen Gesellschaft, der Kultur und der Zeit in der wir leben, bestimmt und konstruiert werden. Ich gebe der Philosophin Judith Butler recht, wenn sie schreibt, dass wir...

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Psychotherapie und Psychologie / Coming Out Hilfe
FAQ: Warum treten manche schwule Männer betont effeminiert auf und spielen eine Klischeevorstellung?

Diese Frage stellen mir immer wieder Schülerinnen und Schüler in Schulklassen. Eine mögliche Antwort ist, dass manche Männer und manche Frauen einfach das Bedürfnis haben, „weiblicher“ bzw. „männlicher“ aufzutreten. In diesem Fall entspricht das Verhalten einem ureigenen inneren Bedürfnis und stellt einen authentischen Ausdruck innerer und äußerer Freiheit dar. Ich bin jedoch auch auf ein wertvolles Zitat des Psychotherapeuten Udo Rauchfleisch gestoßen. Dieser schreibt: „Das zweite - zumeist...

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Gerontopsychologie und Gerontopsychotherapie
LGBTIQA: Bisexuell, schwul, lesbisch, trans* und queer im Alter

Etwa sieben Prozent aller Menschen sind homosexuell und etwa 25 Prozent sind bisexuell. D.h. in Österreich leben weit über zwei Millionen Menschen, die schwul, lesbisch und bisexuell sind. Im Jahr 2020 sind etwa 19 Prozent aller Österreicher*innen über 65 Jahre alt. D.h. in Österreich leben mindestens 456.000 Menschen über 65 Jahre, die homosexuell oder bisexuell sind (das ist eher zu gering geschätzt). In den letzten Jahrzehnten hat sich bezüglich der rechtlichen Gleichstellung viel...

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Coming Out und Beratung
Hilfe mein Kind ist homosexuell/bisexuell

Bereits in den ersten Lebensjahren entwickelt sich die sexuelle Orientierung eines Menschen. Viele Kinder spüren bereits im Kindergartenalter, dass sie nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen und fühlen sich anders. Warum ist das so? In den meisten Kinderbüchern, in Filmen, Fernsehserien, Geschichten und Märchen wird Kindern vermittelt, dass Männer auf Frauen stehen und Frauen auf Männer. Da Kinder hochsensibel sind spüren sie rasch, dass bei ihnen etwas anders ist als bei ihren...

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Psychologie und Psychotherapie/Coming out
Was ist der Unterschied zwischen Homosexualität/Bisexualität und Transsexualität/Transidentität?

Immer wieder stoße ich in meiner Arbeit auf das Vorurteil, dass schwule/bisexuelle Männer eigentlich Frauen und lesbische/bisexuelle Frauen eigentlich Männer sein möchten. Besonders ältere Menschen glauben an dieses Vorurteil und verwechseln die Dimension der sexuellen Orientierung mit der Dimension der Kerngeschlechtsidentität. Schwule/bisexuelle Männer fühlen sich in ihrer Männlichkeit wohl, lesbische Frauen bejahen ihre weibliche Rolle und ihren Körper. Transidentität ist also eine andere...

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Psychologie: schwul, lesbisch, bisexuell, pansexuell
Coming Out Beratung und Hilfe statt Heilung von Homosexualität (Konversionstherapie)

Homosexuelle und bisexuelle Menschen, die in einer homophoben sozialen Umgebung aufwachsen, haben es sehr schwer. Sie entwickeln oft vielfältige psychische und soziale, aber auch somatische Probleme und müssen ihre gleichgeschlechtliche Orientierung mitunter Jahrzehnte-lang unterdrücken. Der betroffene Mensch verleugnet dabei seine Identität und führt ein unerfülltes Leben. Immer wieder bieten konservative, religiöse und fundamentalistische Kreise eine so genannte „Umpolung“ der...

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Psychologie und Coming Out
Wann bemerken Menschen, dass sie bisexuell, schwul oder lesbisch sind?

In der Regel vor oder während der Pubertät. In diesem Alter beginnt sich unser Gehirn stark weiterzuentwickeln und zu vernetzen und wir beginnen mehr über uns selbst nachzudenken, uns mit anderen zu vergleichen und uns selbst zu reflektieren. Auch Kinder haben natürlich schon eine sexuelle Orientierung (die aktuellen Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass sich die sexuelle Orientierung einer Person bereits in den ersten Lebensjahren entwickelt), doch können Kinder ihre Gefühle noch...

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Psychologie und Psychotherapie
Transsexuelle/transidente/transgender Eltern

Auch Kinder benötigen Raum, Zeit und Geduld, um die Transidentität ihrer Eltern zu verarbeiten. In der Regeln tun sich Kinder vor der Pubertät leichter, die Transsexualität des Vaters oder der Mutter zu akzeptieren, als Jugendliche während der Zeit der Pubertät. Bei jüngeren Kindern ist es wichtig, die Kindergärtnerinnen/Kindergärtner bzw. die Lehrer/Lehrerinnen zu informieren, dass ein Elternteil transgender/trans* ist. Die Lehrerinnen/Lehrer oder Kindergärtner/Kindergärtnerinnen sollten...

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Aidshilfe Salzburg/Gesundheit
Sexuell übertragbare Infektionen: Was ist eine Infektion mit Syphilis (Lues)?

Syphilis, auch „Lues“ genannt, wird durch Treponema pallidum Bakterien verursacht MÖGLICHE KRANKHEITSZEICHEN: 1. Stadium: ein Geschwür auf dem Penis, in der Scheide, im After oder im Mund – je nach Übertragungsort; 2. Stadium: Hautausschlag (ähnlich Masern) auf dem Oberkörper, mitunter auch an Fußsohlen oder Handflächen; der Ausschlag juckt gar nicht oder nur wenig ANSTECKUNGSWEGE: Sex ohne Kondom, auch Küssen, Oralverkehr, Petting, über Blutreste in gebrauchten Spritzen und auf Nadeln,...

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Psychologie und Psychotherapie
Transidentität/Transsexualität und trans* - Das Schreckgespenst der Detransition

Etwa ein Prozent aller Menschen wollen nach ihrem Prozess der hormonellen und chirurgischen Maßnahmen zur Anpassung an das Gegengeschlecht wieder zurück in ihren ursprünglichen Körper. Das nennt man Detransition. Einige Menschen, die eine Detransition anstreben, tun das auch deshalb, weil sie in ihrem neuen Geschlecht starken Anfeindungen, Diskriminierungen (Transphobie) ausgesetzt sind. Diese psychische Gewalt kann zu schweren Traumatisierungen führen. Manche Menschen haben sich aber auch...

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Transgender, transident und trans*
Meine Motivation mit Transmenschen zu arbeiten Teil 2

Meine Erfahrungen als junger Erwachsener und meine ersten beruflichen Tätigkeiten mit transidenten Menschen Meine erste Begegnung mit einem Transmenschen war im Alter von 22 Jahren. Ich lernte beim Fortgehen eine Transfrau kennen und stelle ihr aus Interesse ein paar Fragen zu ihrem Coming Out, ihrem Leben als Transfrau und wie es möglich sei, den Personenstand zu ändern. Ich hatte damals in meiner Gegenübertragung noch Gefühle der Angst und Unsicherheit, war ich doch patriarchalisch und...

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Psychologie und Psychotherapie
Kinder transsexueller/transidenter/trans* Eltern

Wie entwickeln sich Kinder, wenn ein Elternteil trans* ist? Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen dir Mutter oder der Vater transident ist, entwickeln sich genauso wie Kinder mit Ciseltern. D.h. diese Kinder zeigen keine psychischen Auffälligkeiten oder Schäden und sind in ihrer Entwicklung nicht beeinträchtigt. Wichtig ist, dass beide Eltern Ansprechpartner für ihr Kind bleiben und die Elternrolle nicht verlassen. So kann es schädlich für ein Kind sein, wenn sich der cis* Elternteil...

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Psychotherapie/transgender und transident
Meine Motivation mit Transmenschen zu arbeiten Teil 1

Was bewegt einen Cismann, mit Transmenschen zu arbeiten und wann und wie habe ich gemerkt, dass ich cisident bin? Ich stamme aus einen konservativen Elternhaus und wurde wie die meisten Menschen, die in den 1980er Jahren geboren wurden, heteronormativ erzogen. Als ich mir als Kind für meinen Teddybären einen Puppenwagen wünschte, haben mir meine Eltern diesen verweigert, weil das peinlich für einen Buben sei. Ich kann mich noch erinnern, das ich dann lästig wurde. Ich empfand Wut, Trauer und...

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Transgender, transident und trans*
Empfehlungen des Bundesministeriums für die Behandlung von transidenten, transgender und transsexuellen Kindern und Jugendlichen

Empfehlungen für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie von Kindern und Jugendlichen nach der Klassifikation in der derzeit gültigen DSM-bzw. ICD-Fassung Die Behandlung und Begleitung von trans* Kindern und Jugendlichen stellt hohe und komplexe Herausforderungen an Eltern, Familien und die HelferInnen. Hier eine Empfehlung des Ministeriums Frauen Gesundheit aus dem Jahr 2017. Die Empfehlung betont noch einmal ausdrücklich, dass Transidentität an sichnicht pathologisch und...

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HIV und AIDS/Psychologie
HIV: Wo und wie bekomme ich die PrEP in Salzburg

PrEP steht für „Prä-Expositionsprophylaxe“ (zu Deutsch etwa „Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt“). HIV-negative Menschen können diese HIV-Medikamente einnehmen, um sich vor einer Infektion mit HIV zu schützen. Es konnte nachgewiesen werden, dass die PrEP mit dem HIV Medikament Truvada® (Wirkstoffe: Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil) vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben und hohe Risiken eingehen, zuverlässig wirkt. Bei guter Therapietreue ist die PrEP genauso sicher wie Kondome....

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Aidshilfe Salzburg/Psychotherapie
HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten: Neue Ansätze in der Prävention für schwule und bisexuelle Männer Teil 3

Enge Zusammenarbeit und Networking ... Diese Erkenntnisse Langers sprechen wiederum dafür, dass in den AIDS-Hilfen Coming-Out-Beratungsgespräche, allgemeine Beratungen für MSM, Gesprächs- und Selbsthilfegruppen angeboten werden. Nicht zu unterschätzen ist der sexualpädagogische Zugang. Hier werden SchülerInnen, Jugendliche und jungen Erwachsenen mit der Vielfalt der sexuellen Lebensweisen und Lebensweltorientierungen konfrontiert. Im Jahr 2009 hat die Aidshilfe Salzburg in Zusammenarbeit mit...

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