Security fälschte Behindertenausweis

Richterin Doris Wais-Pfeffer bohrte nach.
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ST. PÖLTEN (ip). Von einem in Österreich völlig ungültigen Behindertenausweis, den er auf einer Parkfläche gefunden hatte, fertigte ein 55-jähriger Security-Mitarbeiter eine Kopie an und verwendete diese auf einem Behindertenparkplatz eines St. Pöltner Einkaufszentrums, das von seinen eigenen Kollegen überwacht wird.
Er habe das nur ein Mal gemacht, damit ihn sein Kollege „nicht wieder anginge“, gestand er gegenüber Richterin Doris Wais-Pfeffer. „Damit wollten Sie die Parkberechtigung vortäuschen?“, bohrte die Richterin nach und erhielt ein zustimmendes Nicken.

Fälschung besonders geschützter Urkunde?

Staatsanwalt Patrick Hinterleitner wertete das Verhalten des Mannes als Fälschung besonders geschützter Urkunden. Die Verteidigung stellte in den Raum, dass es sich in diesem Fall möglicherweise um gar keine Urkunde gehandelt habe, zumal die Kopie von einem Ausweis gemacht worden war, der in dieser Ausführung ohnehin nicht anerkannt sei.
Zuletzt einigte man sich auf eine Diversion in Form von 80 Stunden gemeinnütziger Leistungen. Wegen seiner sechzigprozentigen Behinderung habe er ohnehin jetzt einen Antrag gestellt, erklärte der Security, der im Zusammenhang mit der Diversion meinte: „Ich mache alles, was Sie sagen!“

Richterin Doris Wais-Pfeffer bohrte nach.
Staatsanwalt Patrick Hinterleitner

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