Aquacity soll Energie in Millionenhöhe einsparen

In Summe werden die garantierten Einsparungen durch Umbauten in der Aquacity knapp 145.000 Euro pro Jahr betragen.
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ST. PÖLTEN (red). Im entsprechenden Ausschuss sollen in Kürze die Weichen für das sogenannte „Energiespar-Contracting“ gelegt werden. Beim anstehenden Energieeffizienzprojekt handelt es sich um ein gesamtheitliches Konzept, um den Energieverbrauch in der Aquacity signifikant zu reduzieren. In Summe werden die garantierten Einsparungen knapp 145.000 Euro pro Jahr betragen.

Neben Optimierungen in der Badewassertechnik kommt es auch zu massiven Verbesserungen der Haustechnik. Es werden hier Maßnahmen in der Lüftungstechnik, Wärmeversorgung (Brunnenwasserwärmepumpe), Regelungstechnik und Beleuchtung umgesetzt. „Dabei werden alle anfallenden Kosten von der Siemens AG Österreich/GWT Contracting GmbH, Sieger eines zweistufigen EU-weiten Verhandlungsverfahrens, übernommen. Die Vertragslaufzeit beträgt 15 Jahre – für die gesamte Laufzeit wurde ein Gewährleistung für die neuen Anlageteile durch die Firma vereinbart“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler.

Baubeginn im Juli

Die Baumaßnahmen sollen nach Beschlussfassung durch den Gemeinderat noch im Juli beginnen und bilden den ersten Teil einer umfassenden technischen Aufwertung, die mit dem Neubau der Saunalandschaft (2018 geplant) weitergehen soll.

Wie werden die Einsparungen erzielt?

„Die zentralen Lüftungsgeräte versorgen die Bereiche Sport-, Erlebnis- und Schulsportbecken. Die Luft in den Schwimmhallen ist natürlich feucht. Feuchte Luft hat oft noch viel Energie in sich, die künftig durch dem Einsatz von Wärmepumpen in den Lüftungsanlagen verwendet wird. Das heißt, dass die Restwärme der Abluft für die Erwärmung des Beckenwassers genutzt und Wärme eingespart wird. Zukünftig werden zusätzlich die Motoren der Lüftungsventilatoren so gesteuert, dass eine hocheffiziente sowie bedarfsgerechte Belüftung der jeweiligen Schwimmhalle sichergestellt wird und die Anlagen nicht ständig zu 100 Prozent laufen“, erklärt Bäderleiter Martin Fuchs.

Eigener Brunnen

Eine massive Einsparung von Wärmeenergie stellt der künftige Einsatz einer Grundwasserwärmepumpe dar. Das Hallenbad verfügt über einen eigenen Brunnen. Mittels der Wärmepumpe wird die Wärmeenergie des Grundwassers verwendet, um das Wasser in den Schwimmbecken energieeffizient zu erwärmen.
Durch die Neuinstallation einer durchgängigen und gewerkeübergreifenden Gebäudeleittechnik kann der Bedien- und Nutzerkomfort und der energieeffiziente Betrieb im gesamten Objekt erheblich erhöht werden. „Man kann sich die Gebäudeleittechnik wie das Gehirn beim Menschen vorstellen. Nur wenn Haustechnik intelligent betrieben wird, können Energieeinsparungen erzielt werden“, weiß Fuchs.

Neues Licht spart 70 Prozent

Im Zuge des Einspar-Contractings wird die Beleuchtung in den publikumsrelevanten Bereichen (Beckenbereiche, Garderoben, Ruheraum etc.) auf hocheffiziente LED umgerüstet. Grundsätzlich werden sowohl Leuchte als auch Leuchtmittel ersetzt. Bei der Beleuchtung sind so Einsparungen von ca. 70 Prozent möglich.

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