03.07.2017, 09:05 Uhr

Defekt in Rohrsystem: Ammoniakaustritt in St. Pölten

Mitglieder der Schadstoffgruppe rüsteten sich mit Schutzanzügen der Schutzstufe 3 aus. (Foto: Feuerwehr St. Pölten / Korten)

Feuerwehren St. Pölten-Stadt und St. Pölten-Spratzern standen viereinhalb Stunden im Einsatz.

ST. PÖLTEN (red). Die Feuerwehren St. Pölten-Stadt und St. Pölten-Spratzern wurden am Sonntag noch während der Abbauarbeiten der Landesfeuerwehrleistungsbewerbe zu einem Schadstoffeinsatz in Spratzern alarmiert. In der Zdarskystraße 3 war es zum Austritt von Ammoniak gekommen.

Fenster geschlossen halten

Beim Eintreffen der Feuerwehr wurden unverzüglich erste Messungen im Außenbereich vorgenommen. "Da am Einsatzort ein sehr stark stechender Geruch wahrnehmbar war, wurde noch vor den ersten Messergebnissen beschlossen, die umliegenden Bewohner anzuhalten, ihre Fenster vorbeugend geschlossen zu halten", berichtet Maximilian Korten, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten - Stadt.

Schutzstufe 3

Mitglieder der Schadstoffgruppe rüsteten sich mit Schutzanzügen der Schutzstufe 3 aus, um den Innenbereich des betroffenen Gebäudes erkunden zu können. Bei den Messungen im Inneren wurde ein defekter Flansch (= ringförmige Verbreiterung am Ende eines Rohres) in einem Rohrsystem entdeckt. Dieser verursachte den Ammoniakaustritt. Das Rohrsystem ist Teil eines Kühlaggregates, welches mit Ammoniak arbeitet.

Keine Gefahr für Personen und Umwelt

Da Ammoniak bereits bei der geringsten Konzentration durch einen stark stechenden Geruch auffällt, konnte es rund um den Einsatzbereich zu leichten Geruchsbelästigungen kommen. Wie die Messungen im Außenbereich ergaben, bestand zu keiner Zeit Gefahr für Personen oder die Umwelt. Die Messwerte lagen weit unter der maximalen Arbeitsplatzkonzentration, somit konnte bald Entwarnung gegeben werden. Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, wurden während des Einsatzes regelmäßige Messungen im Umkreis durchgeführt.

Viereinhalb Stunden im Einsatz

Schutzanzugträger gelangten über die Drehleiter auf das Dach des Gebäudes und von dort aus in den Innenraum, um die betroffenen Bereiche absaugen zu können. Auch der Dekontaminationscontainer der Stadtfeuerwehr rückte aus. Der Einsatz der Feuerwehren dauerte rund viereinhalb Stunden.

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