19.10.2016, 07:30 Uhr

Kunst in der ganzen Stadt

s.j.viktor in der Aquacity, wo im Zuge des Auftakts zur TourDeArt Werke von Patricia Oesterreicher zu sehen sein werden.

s.j.viktor will mit Tour St. Pöltner zu Kunst und an Orte bringen, an denen sie bisher noch nicht waren.

ST. PÖLTEN (jg). Die Idee zur TourDeArtentstand bei einer Reise nach Riga, wo Viktor Nezhyba, als Künstler unter s.j.viktor bekannt, auf eine Fotoausstellung stieß, die auf 20 verschiedene Stationen verteilt war. Die Werke waren in Museen oder in Kaffeehäusern zu sehen. Dem St. Pöltner Fotokünstler gefiel die Idee. "Es ist eine Möglichkeit, gerade Menschen, die wohl eher nicht in eine gewöhnliche Ausstellung oder in ein Museum gehen würden, in Kontakt mit Kunst zu bringen", sagt s.j.viktor, der seit der Riga-Reise an einer Ausstellung mit insgesamt zwölf Stationen in St. Pölten arbeitet. Unterstützer hat er etwa mit der Stadt und mit CEWE Österreich schon gefunden. CEWE finanziert etwa Sonderdrucke, die im Rahmen der TourDeArt zugunsten des SOS-Kinderdorfs gekauft werden können.

Pre-Opening im November

Quasi als Vorstufe zur großen TourDeArt – um St. Pöltner auf den Geschmack zu bringen und eventuell neue Unterstützer zu finden – werden ab 3. November im Red Point, im Café Palais Wellenstein und in der Aquacity Kunstwerke zu sehen sein. Zu sehen werden Werke aus den Serien NoFaces, Emotions und BadPics von s.j.viktor sowie Infrarotfotografien von Patricia Oesterreicher und eine "sehr spannende Backstageserie", wie s.j.viktor sagt, des jungen Fotografen Moritz Scheer.
Die Orte, an denen dann im Frühjahr bei der "vollständigen" TourDeArt Kunst zu sehen sein wird, können getrost als ausgefallen bezeichnet werden: "Im Lasertron zum Beispiel", sagt s.j.viktor, "man spricht dort eine ganz andere Zielgruppe an. Junge Leute. Vielleicht bekommen dort zwei, drei junge Leute einen Plan über die anderen Stationen in die Hand und gehen dann einmal ins Stadtmuseum." Auch umgekehrt sei das schließlich möglich. "Viele wissen ja gar nicht, wo die Stadtbücherei oder das Lasertron eigentlich ist", sagt der Fotokünstler. So gesehen lernt man nicht nur Kunst sondern auch neue Teile der Stadt kennen.
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