Sektionsleiter klärt auf
Das steckt hinter dem Höhenflug des SC St. Veits
- Der SC St. Veit mischt heuer im Spitzenfeld der Kärntner Liga mit. Vereinsobmann Michael Salbrechter erklärt das Erfolgsrezept.
- Foto: privat
- hochgeladen von Andreas Walcher
Der SC St. Veit mischt in der Kärntner Liga vorne mit. Sektionsleiter Michael Salbrechter sieht den Erfolg als Ergebnis jahrelanger Arbeit.
Der SC St. Veit spielt eine starke Saison und zählt zu den Topteams der Kärntner Liga. Für Vereinsobmann Michael Salbrechter ist das kein Zufall. Hinter den guten Ergebnissen stecken Kontinuität, eine klare Philosophie und viel Arbeit.
"Der Star ist das Team"
"Der Kern der Kampfmannschaft sei seit Jahren zusammengeblieben", erklärt Salbrechter. Im Sommer wurden nur wenige Abgänge durch junge Spieler ersetzt, die sich rasch eingefügt hätten. Die große Stärke liege in der Ausgeglichenheit des Kaders. Mit 17 nahezu gleich starken Spielern könne die Mannschaft Ausfälle gut kompensieren und von der Bank jederzeit nachlegen. Auch Trainer Arno Kozelsky habe großen Anteil an der Entwicklung. Laut Salbrechter gelingt es ihm, erfahrene Spieler und junge Talente erfolgreich zusammenzuführen. Zusätzliche Möglichkeiten erhalten Nachwuchskicker durch die neue 1b-Mannschaft, die gemeinsam mit dem GSC Liebenfels in der zweiten Klasse antritt.
Vom Neustart nach oben
Die Entwicklung des Vereins kann sich sehen lassen. Vor acht Jahren startete der SC St. Veit praktisch bei null neu. Damals gab es keine Kampfmannschaft, heute mischt der Klub im Spitzenfeld mit und klopft an die Tür zur Regionalliga. "Darauf könne man stolz sein", betont Salbrechter: "Andere Vereine hätten gezeigt, dass ein solcher Weg keineswegs selbstverständlich sei". Der SC St. Veit verfolgt dabei einen klaren Ansatz: attraktiven und offensiven Ballbesitzfußball. Gegen tief stehende Gegner sei das nicht immer einfach, derzeit gelinge es aber gut, die eigene Spielidee umzusetzen.
Nachwuchs als Schlüssel
Besonders wichtig ist für den Verein die Nachwuchsarbeit. Die Zahl der Nachwuchsspieler wurde in den vergangenen Jahren von rund 80 auf mehr als 200 erhöht. Für Salbrechter steht fest, dass es ohne konsequente Jugendarbeit keine Zukunft für einen Sportverein gibt.
Fußball sei dabei weit mehr als nur Sport. Kinder und Jugendliche lernen Teamgeist, Verantwortung und Verlässlichkeit. Gleichzeitig wolle der Verein talentierten Spielern die bestmöglichen Voraussetzungen bieten, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Künftig sollen noch mehr Eigenbauspieler den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen.
Fans und Sponsoren als Stütze
Eine wichtige Rolle spielen auch die Fans. Mit vielen heimischen Spielern und attraktivem Fußball habe sich eine starke Verbindung zwischen Verein und Publikum entwickelt. Die Freitagabendspiele in der Jacques-Lemans-Arena seien längst ein Fixpunkt für viele Fußballbegeisterte. Herausforderungen gibt es dennoch. Vor allem die Gewinnung von Ehrenamtlichen werde zunehmend schwieriger. Auch finanziell müsse ein Verein laufend solide wirtschaften. Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und der Stadtgemeinde sieht Salbrechter den SC St. Veit jedoch auf einem gesunden Weg.
Noch mehr Kicker aus St. Veit
Für die Zukunft wünscht er sich vor allem eines: einen stabilen Verein mit vielen Kindern und Jugendlichen auf den Fußballplätzen und eine Kampfmannschaft, in der noch mehr St. Veiter Kicker stehen. In welcher Liga gespielt wird, sei dabei nicht entscheidend. Wichtig sei, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.
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