"Er war erst 13"
Sorge um alkoholisierte Minderjährige am St. Veiter Wiesenmarkt
- (Symbolfoto)
- Foto: MeinBezirk.at
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Am 5. Oktober ging der diesjährige St. Veiter Wiesenmarkt offiziell zu Ende. Aus polizeilicher Sicht verlief die Veranstaltung überschaubar. MeinBezirk.at sprach dazu mit dem Bezirkspolizeikommandanten Markus Tilli von der Polizeiinspektion St. Veit.
ST. VEIT. Bezirkspolizeikommandant Markus Tilli zieht gegenüber MeinBezirk Bilanz und hebt vor allem die gute Zusammenarbeit von allen Einsatzkräften hervor. Sorgen bereitet ihm jedoch der Alkoholkonsum bei Jugendlichen.
Polizist verletzt
Angesichts der Dauer und der Besucherzahlen fällt die polizeiliche Bilanz laut Tilli überschaubar aus. Es kam zu zwei Festnahmen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Dabei hätten sich stark alkoholisierte Personen mit Einsatzkräften angelegt und seien gewaltsam gegen sie vorgegangen. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt. Zwei weitere Personen wurden nach Verwaltungsrecht festgenommen, weil sie stark alkoholisiert und aggressiv gewesen seien und sich vor Ort nicht beruhigen ließen.
Sieben Anzeigen
Bislang wurden zudem sieben strafrechtlich relevante Delikte gemeldet, darunter Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Erfahrungsgemäß könnten nach Ende des Wiesenmarktes noch weitere Anzeigen hinzukommen.
Drohnen im Einsatz
Bewährt habe sich auch der Drohneneinsatz in den besonders besucherstarken Nächten am Freitag und Samstag. "Die Aufnahmen aus der Luft ermöglichen es der Polizei, große Besucherströme und auffällige Menschenansammlungen rasch zu erkennen", erklärt Tilli. So könne bei Bedarf reagiert werden, bevor sich eine Situation zuspitze. Auch das Marktamt profitiere von den Informationen, etwa wenn es darum gehe, Besucherströme zu koordinieren oder den Aufbau der Marktstände anzupassen.
Gute Zusammenarbeit
In den besonders starken Nächten waren laut Tilli zeitweise bis zu 30 Polizeibeamte gleichzeitig im Einsatz. Besonders positiv hebt der Bezirkspolizeikommandant außerdem die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Rotem Kreuz und der Stadtgemeinde St. Veit, insbesondere dem Marktamt, hervor. Diese habe während der gesamten Veranstaltung sehr gut funktioniert.
Sorge um alkoholisierte Jugendliche
Weniger erfreulich sei der Alkoholkonsum bei Minderjährigen gewesen. Immer wieder seien Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren aufgefallen, die stark alkoholisiert waren. In einzelnen Fällen mussten Betroffene sogar mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden. Tilli schildert auch eine Begegnung während eines Streifendienstes: Ein Jugendlicher hat neben mir einen "Klopfer" getrunken und auf Nachfrage angegeben, 16 Jahre alt zu sein. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Bursche erst 13 Jahre alt war.
Gezielte Jugendschutzkontrollen
Die Polizei führte gezielte Jugendschutzkontrollen durch. Auch die Bereitschaftseinheit Kärnten unterstützte die Beamten und erhielt den Auftrag, insbesondere Gruppen mutmaßlich Jugendlicher zu kontrollieren. Es kam zu Anzeigen wegen alkoholisierter Jugendlicher.
Ausweiskontrolle
Für Gastronomen sei es allerdings schwierig, jede Weitergabe von Alkohol durch ältere Besucher an Jugendliche zu verhindern. "Dennoch besteht die Verpflichtung, die Altersbestimmungen einzuhalten und entsprechende Kontrollen durchzuführen", betont Tilli.
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